Oldenburg in Oldenburg
Basketball-Bundesliga

Abgezockte Bamberger siegen in Oldenburg

Die Brose Baskets sichern sich im Verfolgerduell in Oldenburg einen 73:59-Erfolg und klettern auf den zweiten Platz.
Zack Wright (l.) zieht am Oldenburger Dru Joyce vorbei. Eine Szene aus dem Bundesliga-Spiel Anfang Dezember. Die Bamberger behielten dabei mit 73:59 die Oberhand bei den EWE Baskets. Foto: Andreas Burmann
Zack Wright (l.) zieht am Oldenburger Dru Joyce vorbei. Eine Szene aus dem Bundesliga-Spiel Anfang Dezember. Die Bamberger behielten dabei mit 73:59 die Oberhand bei den EWE Baskets. Foto: Andreas Burmann
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Nach den drei Finalkrimis in der letzten Saison entwickelte sich am Sonntagabend zur Tatort-Zeit in der Oldenburger EWE-Arena eine nur in der ersten Halbzeit spannende Partie zwischen dem Vizemeister und dem Titelträger aus Bamberg. Die Brose Baskets haben sich inzwischen zu einem Angstgegner für die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski entwickelt: Das Fleming-Team feierte gegen die Norddeutschen mit dem 59:73 (34:31) den zehnten Sieg in Folge, baute seine aktuelle Erfolgsserie in der Bundesliga auf nunmehr sieben Partien ohne Niederlage aus und sicherte sich den zweiten Tabellenplatz. Weiter geht's für den deutschen Meister am Freitag mit dem Euroleague-Auftritt bei Efes Istanbul.

Die Bamberger, bei denen die Ausländer Nole Velickovic und John Goldsberry pausierten, erwischten einen etwas holprigen Start, leisteten sich drei frühe Ballverluste. Die Auszeit nach dem 4:8-Rückstand trug aber Früchte: Casey Jacobsen brachte sein Team per Dreier erstmals in Front. Die Partie wogte hin und her, weil Zack Wright und auf der anderen Seite Rickey Paulding sicher trafen.

Auch im zweiten Viertel führte Oldenburg (20:16), doch dann übernahm Bambergs Neuzugang D'or Fischer: In der Verteidigung glänzte er mit zwei Blocks, vorne verbuchte er sechs Punkte in Folge. Als Center Maik Zirbes mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr einen Dreier mit Brett versenkt hatte, musste der 23-Jährige selbst grinsen. Dass die Gäste nur mit einer 34:31-Führung in die Kabine gingen, lag vor allem daran, dass sie den Oldenburgern in den ersten 20 Minuten zehn Offensiv-Rebounds gestatteten.

D'or Fischer macht Unterschied

Nach dem Seitenwechsel rührten die Brose Baskets in der Verteidigung Beton an. D'or Fischer bestimmte souverän das Geschehen unter den Körben. In der Offensive schnappte er sich nach Fehlwürfen den Ball und vollstreckte per Dunking. Jacobsen und Rakim Sanders trafen aus der Distanz und sorgten erstmals für eine zweistellige Führung (44:33). Dank einer sehr kompakten Mannschaftsleistung gingen die Gäste mit einem 57:47-Vorsprung ins Schlussviertel.

Starke Verteidigung

Im letzten Durchgang verteidigten beide Teams auf hohem Niveau. Fischer verschaffte sich mit seinen Blocks vier und fünf Respekt, aber auch der Rest der Mannschaft ging mit großer Intensität zu Werke. Oldenburg kam zwar auf 54:61 heran, doch dann spielten nur noch die Bamberger. Während die Hausherren etliche Frust-Fouls begingen, blieb das Fleming-Team cool und steuerte einem ungefährdeten Sieg entgegen.

Die Statistik

EWE Baskets Oldenburg - Brose Baskets 59:73
(15:14, 16:20, 16:23, 12:16)
Oldenburg Kramer (16 Punkte), Paulding (12/1 Dreier), Wysocki (8/1), Joyce (7/1), Aleksandrov (7/1), Jenkins (5/1), Bahiense de Mello (2), Crosariol (2), Freese
Bamberg Fischer (16), Sanders (10/2), Wright (9/1), Jacobsen (9/2), Ford (7/1), Gavel (7/1), Zirbes (7/1), Smith (4), Tadda (4)
SR Lottermoser, Schreiner, Rodriguez
Zuschauer  4852
Gesamtwurfquote Oldenburg 34 Prozent (23 Treffer/ 68 Versuche), Bamberg 41 (24/59)
Dreierquote Oldenburg 23 Prozent (5/22), Bbg. 40 (8/20)
Freiwurfquote Oldenburg 80 Prozent (8/10), Bamberg 81 (17/21)
Rebounds Oldenburg 41 (23 defensiv/ 18 offensiv), Bamberg 39 (27/12)
Ballgewinne/-verluste Oldenburg 6/16, Bamberg 4/14
Assists Oldenburg 10 / Bbg. 8
Fouls Oldenburg 20 / Bbg. 17
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