Gerolzhofen

Neuer Streit um fränkische Nationalelf

Die "fränkische Nationalmannschaft" hat ihr erstes Spiel, das in vier Wochen in Gerolzhofen gegen Rebellen aus Sri Lanka hätte stattfinden sollen, abgesagt. Das teilt Jochen Pfeuffer, Präsident des "fränkischen Fußball-Bundes" in einer Pressemeldung mit.
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Foto: dpa
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Als Grund nennt Pfeuffer, dass der Bayerische Fußballverband (BFV) gravierende Konsequenzen für alle beteiligten Verbandsmitglieder angedroht habe. "Anfang Dezember ging es zunächst nur um die Spieler. Später hat der BFV dann mitgeteilt, dass eine Teilnahme auch für mitspielende Trainer oder Vereine, die ihren Platz zur Verfügung stellen, negative Konsequenzen haben wird", sagt Pfeuffer.

Die Differenzen seien so gravierend gewesen, dass nur noch eine direkte Aussprache mit dem Deutschen Fußball-Bund oder dem Weltverband Fifa weitergeholfen hätte. Eine solche Aussprache sei in der kurzen Zeit aber nicht möglich gewesen. Derzeit laufe, so Pfeuffer weiter, eine neue Anfrage beim BFV. "Wir wollen wissen, auf welchen Paragraphen sie sich stützen", erklärt der Unterfranke.
Für ihn sei das Vorgehen nicht nachvollziehbar.
Thomas Müther, Pressesprecher des BFV, betont, dass bereits von Beginn an klar gewesen sei, dass der Verband den Antrag Jochen Pfeuffers und des Trainers der "fränkischen Nationalmannschaft", Helmuth Weisensel, ablehnen wird: "Für die Bildung von Auswahlmannschaften ist ausschließlich der BFV verantwortlich. Die Idee hat zwar Charme und Witz, ist aber mit der Satzung des BFV nicht vereinbar."

Pfeuffer will sich indes nicht so schnell geschlagen geben: "Wir bleiben am Ball und werden von uns hören lassen", heißt es in der Meldung weiter.

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