Bamberg

Herausforderung Teil zwei für Brose Baskets

Die Brose Baskets freuen sich auf den Auftritt am Sonntag bei den Bayern in München und wollen wie im Play-off-Halbfinale mit einem Sieg nach Hause fahren.
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Trainer Chris Fleming (Mitte) und Kapitän Casey Jacobsen genossen nach dem dritten Sieg gegen die Bayern das Bad in der Menge. Foto: sportpress
Trainer Chris Fleming (Mitte) und Kapitän Casey Jacobsen genossen nach dem dritten Sieg gegen die Bayern das Bad in der Menge. Foto: sportpress
In der letzten Saison gelang es dem Serienmeister aus Bamberg, den Angriff der Münchner Bayern im Halbfinale abzuwehren. Jetzt starten die immens verstärkten "Roten Riesen" den nächsten Angriff, die Vorherrschaft der Brose Baskets zu beenden. Der Sieger des Duells am Sonntag (17 Uhr/Sport1 live) im Audi Dome zwischen dem Herausforderer und dem Meister elektrisiert die Fans, auch wenn sich die beiden Meisterschaftsfavoriten zu Saisonbeginn verständlicherweise noch nicht in Topform präsentierten.

Sowohl die Bamberger mussten beim am Ende klaren 86:70-Sieg zum Auftakt gegen den Mitteldeutschen BC erheblichen Widerstand brechen als auch die Münchner beim knappen 87:82-Erfolg in Bonn.
Letztlich hatten es die Bayern einem mit viel Energie auftretendem Center Yassin Idbihi (16 Punkte) zu verdanken, dass sie das Blatt nach einem 13-Punkte-Rückstand noch wenden konnten.

Die Integration der Neuzugänge brauche Zeit, meinte Bayern-Coach Svetislav Pesic nach der durchwachsenen Vorstellung in Bonn. "Wir sind noch nicht besser als letztes Jahr", meinte Pesic. Bamberg habe den Bayern Kontinuität und Erfahrung voraus. "Das wird die ganze Saison über ein Vorteil von Bamberg sein. Aber wir werden in das Spiel mit unserem Willen gehen und so mangelnde Erfahrung und Kontinuität ausgleichen."

Bambergs Assistenztrainer Arne Woltmann nennt die Faktoren, wie die Bayern zu packen sind: "Entscheidend sind gegen München die ersten acht Sekunden ihrer Angriffe. Sie sind offensiv sehr stark. Wie schon in der letzten Saison ist es wichtig, dass man Bayern langsam macht und sie nicht zu schnellen Würfen kommen lässt."

Gerade das war in der Vorbereitung und auch gegen den MBC aber ein Hauptproblem der Bamberger. "Für unsere Mannschaft ist noch eine defensive Identität notwendig. Wir geben dem Gegner zu viele erfolgreiche Würfe. Daran müssen wir weiter arbeiten", fordert Bambergs Erfolgstrainer Chris Fleming. Diesbezüglich war es am Mittwoch aber auch nicht hilfreich, dass Damir Markota in seiner ersten Partie im Bamberger Trikot noch mit Anpassungsproblemen kämpfte und Rakim Sanders auf Grund einer Grippe nur sporadisch zum Einsatz kam.

Möglichst schnell Rollen finden

"Das Spiel hat gezeigt, wie ausgeglichen wir besetzt sind. Wir haben viele Spieler, die von der Bank kommen und etwas bewegen können. Wir müssen aber noch lernen, mit allen diesen Jungs zu spielen", freut sich Kapitän Casey Jacobsen über den tiefen Kader, in dem jeder Einzelne aber noch seine Rolle finden muss.

"Da braucht man nicht drum rum reden, es ist für alle ein besonderes Spiel in München. Gerade nach dem Hype und den Diskussionen in den letzten Wochen. Es wird jeder hoch motiviert dorthin fahren. Gegen Bayern sind immer wichtige Spiele, ob das früh oder spät in der Saison ist, spielt aus meiner Sicht keine Rolle", betont Bambergs Manager Wolfgang Heyder, der sich in den letzten Wochen das eine oder andere Wortgefecht mit den Münchner Verantwortlichen geliefert hatte.

"Das ist am zweiten Spieltag ein Spiel für die Fans und die Presse, wo danach gleich darüber geredet wird, wer die Nummer eins im deutschen Basketball ist. Natürlich ist das ein Derby. Ich glaube, es ist gut, sich gleich mit einer Topmannschaft zu messen. Wir haben letztes Jahr in den Play-offs ein Spiel in München gewonnen und werden alles geben, auch diesmal mit einem Sieg rauszukommen", verspricht Anton Gavel. In der Halbfinalserie der letzten Saison gegen die Bayern war "das Herz" der Bamberger Mannschaft trotz gerade überstandener Grippe ein entscheidender Faktor, dass die Brose Baskets die Attacke der Münchner abwehren konnten. Jetzt sind Gavel und seine Mitstreiter erneut gefordert.

Ferner spielen Ulm - Bremerhaven, Weißenfels - Würzburg, Quakenbrück - Berlin, Frankfurt - Oldenburg, Braunschweig - Trier, Hagen - Bayreuth, Vechta - Ludwigsburg, Tübingen - Bonn (alle Sonntag)
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