Bamberg
Basketball-Bundesliga

Hält Bambergs Erfolgsserie auch in Berlin?

Die Brose Baskets sind nach zuletzt zehn Siegen in Folge wild entschlossen, erstmals seit drei Jahren wieder die Punkte aus der Berliner O2-World zu entführen.
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Rakim Sanders (mit Ball) beim Rebound gegen Clifford Hammonds Foto: sportpress
Rakim Sanders (mit Ball) beim Rebound gegen Clifford Hammonds Foto: sportpress
Der letzte Sieg in Berlin liegt drei Jahre zurück - sechs Mal in Folge verließen die Brose Baskets das Parkett der O2-World als Verlierer. Das soll sich heute (20.05 Uhr/Sport1 live) ändern. Die Bamberger, mit zehn Siegen in Folge das heißeste Team der Liga, brennen darauf, beim Tabellenvierten ein Ausrufezeichen zu setzen - vor allem auch, weil sich beide Mannschaften in zwei Wochen beim Top 4 in Ulm im Pokalhalbfinale schon wieder gegenüberstehen.
Es brennt die Luft, wenn die dominierenden Mannschaften der letzten beiden Jahrzehnte aufeinander treffen. Für Bambergs Trainer Chris Fleming ist das Duell des achtmaligen Meisters Berlin und des sechsmaligen Titelträgers Bamberg noch immer das Nonplusultra im deutschen Basketball: "Brose gegen Alba ist nach wie vor das große Duell in der Bundesliga. Das ist ein sehr wichtiges Spiel.
Beide Seiten werden viel investieren, um zu gewinnen."
Die Berliner rechnen mit gut 13 000 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof. Es sind aber auch wieder einige hundert Freaks dabei, die ihr Team lautstark unterstützen werden. "Unser Fanblock befindet sich rechts hinter unserer Bank - da ist die Stimmung schon deutlich zu spüren. Beide Fangruppen schätzen diese Rivalität", freut sich Fleming auf eine tolle Stimmung.

Alba glänzt im Eurocup

Nach der 73:82-Niederlage in Oldenburg, der dritten Pleite in den letzten fünf Bundesliga-Spielen, stehen die Albatrosse in der Bundesliga nur noch auf Platz 4. Doch am Dienstag im Eurocup zeigte das Team von Trainer Sasa Obradovic, aus welchem Holz es geschnitzt ist: Gegen Dinamo Sassari, den italienischen Pokalsieger, der die Brose Baskets in letzter Sekunde aus dem zweithöchsten europäischen Wettbewerb gekickt hatte, gewannen die Berliner nach dem Sieg auf Sardinien auch das Rückspiel mit 96:93 und qualifizierten sich für das Viertelfinale.

Jagla: Es wird hoch hergehen

Und nun sind die Albatrosse heiß, sich für die 69:73-Niederlage Anfang Dezember in Bamberg zu revanchieren. "Das ist ein absolutes Topspiel, zwei Teams aus dem Kreis der Meisterschaftsanwärter. Und es ist ein Vorgeschmack auf das Pokal-Halbfinale Ende März, wenn wir wieder aufeinander treffen. Deshalb erwarte ich ein emotionales, hart umkämpftes Spiel. Es wird hoch hergehen", blickt Alba-Center Jan Jagla auf den heißen Tanz zwischen den beiden Erzrivalen voraus.
"David Logan ist der Explosivste im ausgeglichen besetzten Berliner Kader. Alba spielt sehr systemorientiert, teilt den Ball sehr gut und besitzt viele Akteure, die gefährlich sein können. Im Hinspiel hat uns Redding große Probleme bereitet. Radosevic ist ein sehr talentierter, variabler Centerspieler. Sie haben viele Waffen", warnt Fleming vor den vielfältigen Offensiv-Optionen der Hauptstädter.
Auf der anderen Seite präsentierten sich aber auch seine Jungs zuletzt sehr variabel. Alle Bamberger profitierten von den genialen Anspielen des neuen Regisseurs Jared Jordan. Mit 13 Assists stellte der Ex-Bonner zuletzt beim 78:72-Erfolg gegen die Artland Dragons einen neuen Saisonrekord auf. Tritt Jordan ebenso souverän auf wie bei seinen ersten beiden Partien im Brose-Trikot, könnte heute die Bamberger Negativserie in Berlin ein Ende finden.
Ferner spielen Samstag: Hagen - Bonn, Ulm - Vechta, Würzburg - Braunschweig (19 Uhr, Livestream auf beko-bbl.de), Weißenfels - Oldenburg, Quakenbrück - Bremerhaven, Tübingen - Bayreuth (20 Uhr)
Sonntag: Frankfurt - München
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