Bamberg

Erster Derby-Sieg - zweiter soll am Montag folgen

Die Brose Baskets setzen sich gegen den Nachbarn aus Bayreuth letztlich souverän mit 85:74 durch. Am Montag sind die Würzburger in der Frankenhölle zu Gast.
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John Goldsberry (mit Ball), der hier von Nicolai Simon verteidigt wird, zerstörte mit seinen beiden Dreiern im Schlussviertel die Hoffnungen der Bayreuther endgültig. Foto: sportpress
John Goldsberry (mit Ball), der hier von Nicolai Simon verteidigt wird, zerstörte mit seinen beiden Dreiern im Schlussviertel die Hoffnungen der Bayreuther endgültig. Foto: sportpress
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Der Kantersieg der Bayreuther letzte Woche gegen Berlin diente den Bambergern als Warnung: Im Gegensatz zu den Albatrossen gingen sie im Oberfrankenderby am Samstag von der ersten Sekunde an mit Volldampf zur Sache und feierten gegen den Nachbarn einen verdienten 85:74 (44:28)-Erfolg. "Wir wussten, wenn die Bayreuther ihre Dreier treffen, gewinnen sie auch. Uns ist es aber über weite Strecken gelungen, die Werfer gut zu verteidigen", zog Bambergs Coach Chris Fleming Bilanz. Während die BBCler nur sieben ihrer 23 Versuche (30 Prozent) gegen die gute Verteidigung der Gastgeber aus der Distanz verwandeln konnten, kam der deutsche Meister auf eine Quote von starken 52 Prozent (11 von 21) und entschied so die Partie für sich.


Goldsberry macht alles klar

Die Mannschaft von Marco van den Berg kämpfte sich zwar nach dem 28:44-Pausenrückstand zu Beginn des Schlussviertels auf 59:65 heran, doch dann entschieden Maik Zirbes, John Goldsberry mit zwei wichtigen Dreiern in Folge und Casey Jacobsen die Partie schnell zugunsten des hohen Favoriten. 79:63 führten die Bamberger viereinhalb Minuten vor dem Ende, obwohl der in der ersten Halbzeit überragende Anton Gavel in den zweiten 20 Minuten auf Grund einer Oberschenkelprellung die Partie nur noch von der Seitenlinie verfolgen konnte.
"Unsere Beine waren nach dem schweren Spiel gegen Real Madrid nicht frisch, aber wir haben im vierten Viertel alles gegeben, damit wir gewinnen. Und wir werden auch für das nächste Derby gegen Würzburg bereit sein, auch wenn es die dritte Partie in fünf Tagen ist", blickte Kapitän Jacobsen bereits auf das Frankenduell heute (19.30 Uhr) in der Stechert-Arena gegen Würzburg voraus.

Bayreuths Trainer Marco van den Berg, dessen Jungs die Bamberger oft nur mit Fouls stoppen konnten, meinte nach der Niederlage: "Wir hatten Chancen, das Spiel richtig zu kippen, haben aber in diesen Phasen wenig getroffen. Der Unterschied zwischen einem Euroleague-Team wie Bamberg und uns ist, dass Goldsberry und Jacobsen cool geblieben sind und wir dagegen nicht getroffen haben."

Heute müssen sich die Brose Baskets auf eine Würzburger Mannschaft einstellen, die alles versuchen wird, die Pleiten daheim gegen Ludwigsburg und am Samstag beim Mitteldeutschen BC wettmachen zu wollen. Nach einer ausgeglichenen Partie hatten die Unterfranken in Weißenfels im Schlussviertel nichts mehr zu bestellen (18:30) und mussten eine 66:80-Niederlage hinnehmen. "In der zweiten Halbzeit konnten wir der Intensität des Gegners nicht mehr standhalten. Wir müssen nun schnell aus diesem Loch herausfinden", forderte Würzburgs Coach Marcel Schröder.

Der daheim seit langem ungeschlagene dreifache Double-Gewinner verfügt aber wohl über genügend Waffen, das zu verhindern. Entscheidend wird wohl sein, ob Anführer Anton Gavel nach seinem Pferdekuss mit von der Partie sein kann. Sollte Sharrod Ford auch heute wegen seiner Grippe fehlen, besitzt Fleming mit A.J. Ogilvy, der gegen Bayreuth eine solide Vorstellung ablieferte, und Neuzugang Jeremiah Massey zwei Alternativen. Letzterer hofft, dass er heute endgültig die Freigabe erhält und seine Premiere feiern darf. "Ich freue mich darauf, ein Teil dieses Teams zu sein", brennt der Power Forward auf seinen ersten Einsatz.

Die Statistik

Brose Baskets Bamberg —BBC Bayreuth 85:74
(18:15, 26:13, 20:28, 21:18)
Bamberg Jacobsen (18 Punkte/3 Dreier), Gavel (13/3), Goldsberry (11/3), Zirbes (11), Gipson (11/1), Ogilvy (10), Nachbar (5/1), Neumann (5), Tadda (1), Schmidt, Rockmann
Bayreuth Bailey (18/2), McGhee (14), Hamilton (13/1), Simon (12/2), Cain (9/1), Schmitz (6/1), Trapani (2), Zeis, Spöler, Schmidt
SR M. Reiter, Barth, Straube
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 45 Prozent (21 Treffer/47 Versuche), Bayreuth 45 (28/62)
Dreierquote
Bamberg 52 Prozent (11/21), Bayreuth 30 (7/23)
Freiwurfquote Bamberg 82 Prozent (32/39), Bayreuth 85 (11/13)
Rebounds Bamberg 34 (25 defensiv/9 offensiv), Bayreuth 27 (17/10)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/11, Bayreuth 4/14
Assists Bamberg 15 / Bayreuth 10
Fouls Bamberg 19 / Bayreuth 33
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