Haßfurt
Eishockey

ESC Haßfurt hat gegen Dingolfing knapp verloren

Fast hätte der ESC Haßfurt einen Punkt aus dem Spiel gegen den EV Dingolfing mitnehmen können, aber dann wurde in den letzten zwei Minuten der hart erarbeitete Ausgleich verspielt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Von Dingolfings Danny Weber (2. von links) wird Haßfurts Niklas Zimmermann von den Beinen geholt. Trotzdem kann der den Puck noch weiterleiten. Im Hintergrund beobachtet David Franek die Szene.Fotos: Ralf Naumann
Von Dingolfings Danny Weber (2. von links) wird Haßfurts Niklas Zimmermann von den Beinen geholt. Trotzdem kann der den Puck noch weiterleiten. Im Hintergrund beobachtet David Franek die Szene.Fotos: Ralf Naumann
+2 Bilder
Zumindest der eine Punkt, was angesichts des Spielverlaufes schon ein Erfolg gewesen wäre, schien unter Dach und Fach, als David Franek in der 53. Minute mit einem platzierten Gewaltschuss den hart erarbeiteten 4:4-Ausgleich markiert hatte. Doch am Tag der zahlreichen Nachlässigkeiten ermöglichten die Haßfurter "Hawks" den Gästen aus Dingolfing zwei Minuten vor dem Ende noch den Siegtreffer zum 4:5.

Nicht nur ESC-Trainer Frank Genßler war über die völlig unnötige Niederlage seiner Mannschaft in der Eishockeylandesliga Nord/Ost verärgert. "Es lag wohl von Anfang an an der Einstellung", zeigte sich der 44-Jährige enttäuscht über den zweiten Heimauftritt. "Wir waren leider zu keinem Zeitpunkt heute Abend bereit, Eishockey zu spielen."

Wenigstens schafften es Kapitän Rafael Popek und seine Teamkollegen vier Mal, einen Rückstand wieder wettzumachen. So folgte auf die 1:0-Führung durch seinen Dingolfinger Kollegen Andreas Hermann (16.) postwendend der 1:1-Ausgleich durch Jens Freund (17.), während Niklas Zimmermann in der 27. Minute den Treffer zum 2:1 von Alexander Eberl (22.) beantwortete. Auch das 3:2 von Herrmann (30.) und das 4:3 von Tobias Hanöffer (38.) konnten Maximilian Stöpel (35.) sowie David Franek (53.) jeweils ausgleichen. Den Aufwand, den sie dafür betreiben mussten, war jedoch sehr hoch.


Durcheinander in der Defensive



Zahlreiche Chancen mussten sich die Hausherren dafür erarbeiten. Auf der anderen Seite hatten die Niederbayern scheinbar nur wenig Mühe, ihre Tore zu erzielen. So hatte auch der Russe Vladimir Ramburger bei seinem Siegtreffer leichtes Spiel, der erneut aufgrund eines Durcheinanders in der ESC-Defensive zustande kam (58.).

Genßler bezeichnete die Gegentreffer als "Gastgeschenke, die Dingolfing natürlich gerne angenommen hat." Die Herausnahme von Torwart Timo Jung für einen sechsten Feldspieler, eine halbe Minute vor der Schlusssirene, brachte dann aber nicht mehr den erhofften Ausgleich. Seine Mannschaft habe "leider oftmals ohne Hirn gespielt", lautete das Fazit des Schweinfurters. "Leider haben wir das Eishockey-ABC nicht befolgt. Dadurch kamen zu viele Fehler zu Stande." Positiv war für ihn, dass im Laufe der Partie der Kampfgeist der "Hawks" immer mehr geweckt wurde.

Unterdessen sahen er und die Zuschauer in der 52. Spielminute, wie Neuzugang Martin Dürr mit der Scheibe an der Bande entlang Richtung Dingolfinger Tor zuflitzte. Genau als er an der gegnerische Ersatzbank vorbeilief, ging plötzlich die Tür auf. Dürr blieb scheinbar mit seinem Arm hängen und blieb mit starken Schmerzen am Boden liegen. Die erste Diagnose: starke Prellung des Angreifers. Für ihn war die Partie vorzeitig beendet.

ESC Haßfurt - EV Dingolfing 4:5 (1:1, 2:3, 1:1)
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren