Bamberg
Euroleague

Brose Baskets verlieren knapp gegen Madrid

Die ersatzgeschwächten Brose Baskets präsentieren sich in Madrid mit einer hervorragenden Teamleistung, werden aber wieder einmal nicht belohnt. Ein Dreier in letzter Sekunde beschert dem Star-Ensemble einen glücklichen 76:73-Sieg.
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Matt Walsh (r.) im Duell mit dem Ex-Bamberger Marcus Slaughter.  Fotos: dpa?
Matt Walsh (r.) im Duell mit dem Ex-Bamberger Marcus Slaughter. Fotos: dpa?
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Unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen gingen die in der Top-16-Runde noch sieglosen Brose Baskets gestern Abend in die Partie bei Real Madrid (einen Videobeitrag zum Spiel können Sie hier sehen). Beim Auftritt im Palacio de Deportes mussten die Bamberger auf den am Knie verletzten John Goldsberry, Daniel Schmidt und Topwerfer Boki Nachbar (beide Magen-Darm-Virus) verzichten. Trotzdem verkauften sich die Bamberger hervorragend und kassierten wieder einmal in letzter Sekunde die Niederlage. Mit der Schlusssirene versenkte Draper einen Dreier zum glücklichen 76:73-Sieg der Madrilenen. Die Brose Baskets mussten sich erneut hauchdünn geschlagen geben. Für die Bamberger rückt nun am Sonntag (13.15 Uhr) das Bundesliga-Schlagerspiel beim FC Bayern München in den Mittelpunkt.

Die Bamberger zogen sich der personellen Probleme zum Trotz in der ersten Halbzeit hervorragend aus der Affäre und waren mit den Stars aus Madrid absolut auf Augenhöhe. Im ersten Viertel glänzte Jeremiah Massey mit zehn Punkten und war maßgeblich daran beteiligt, dass der Rückstand nach zehn Minuten nur einen Zähler betrug.

Gleich zum Start ins zweite Viertel versenkte Anton Gavel drei Dreier. Aber auch A.J. Ogilvy setzte ein paar Akzente, so dass sich die Gäste bis auf 35:27 absetzen konnten. Die Verteidigung stand, das Rebound-Verhältnis war ausgeglichen (18:18), der Ball lief hervorragend (10 Assists) und die Dreier (8 von 15) schlugen im Korb der Madrilenen ein. Einige Unkonzentriertheiten kurz vor der Pause nutzte Real dann und verkürzte auf 39:41.
Zu Beginn der zweiten Hälfte brauchten die Bamberger zwar zweieinhalb Minuten, bis die ersten Punkte fielen. Doch sie ließen sich nicht entmutigen und konterten immer wieder durch Punkte des starken Maik Zirbes. Aber auch Sharrod Ford und Anton Gavel unterstrichen ihre Klasse, so dass die Bamberger mit einer 60:57-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

Casey Jacobsen baute mit Bambergs zehntem Dreier den Vorsprung nach 32 Minuten bis auf 64:57 aus - die mitgereisten Freaks waren begeistert. Nach etlichen Ballverlusten blieben die Gäste aber einige Minuten ohne Korb. Die Hausherren verteidigten jetzt wesentlich aggressiver und zogen auch in der Offensive das Tempo an. Dank eines 13:0-Laufs übernahm Real wieder die Führung. Zudem verloren die Bamberger jetzt etwas ihre spielerische Linie und sammelten viele Fouls. Doch Matt Walsh brachte mit sieben Punkten in Folge die Gäste 24 Sekunden vor dem Ende wieder auf 71:72 heran. Zirbes glich 8,3 Sekunden vor dem Ende zum 73:73 aus. Dontaye Draper blieb jedoch eiskalt und versenkte mit der Schlusssekunde den Dreier zum Sieg für Real. Die nächste bittere Niederlage für den deutschen Meister war besiegelt.

Die Statistik

Real Madrid —Brose Baskets Bamberg 76:73
(21:20, 18:21, 18:19, 19:13)

Bamberg Gavel (15 Punkte/3 Dreier), Zirbes (14), Massey (11/2), Walsh (10/2/), Ford (9/2), Jacobsen (5/1), Tadda (5), Ogilvy (4), Neumann

Madrid Carroll (11), Fernandez (9/1), Mirotic (9), Begic (8), Hettsheimeir (8), Llull (7), Suarez (7), Slaughter (6), Draper (6/1), Rodriguez (3/1), Reyes (2)
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