Nürnberg
Basketball

Brose Baskets verlieren knapp gegen Khimki Moskau

Die Bamberger behaupteten sich beim Domreitercup im Feld der europäischen Spitzenklasse. Dem Sieg über Tel Aviv folgte eine knappe Niederlage gegen Khimki Moskau.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rückkehrer John Goldsberry ist nach seiner langwierigen Knieverletzung  auf dem Weg zu alter Stärke.Foto: sportpress
Rückkehrer John Goldsberry ist nach seiner langwierigen Knieverletzung auf dem Weg zu alter Stärke.Foto: sportpress
Die Brose Baskets sind weiterhin in der Lage im Konzert der Großen in Europa mitzumischen - dies ist die erfreuliche Erkenntnis nach dem Basketball-Domreitercup in Nürnberg, der mit vier Mannschaften der Königsklasse glänzend besetzt war. Trotz einer deutlichen 74:92-Niederlage in der abschließenden Partie gegen Maccabi Tel Aviv sicherte sich der amtierende Euroleague-Champion Olympiakos Piräus den ersten Platz. Die gastgebenden Bamberger landeten nach der knappen 81:87-Niederlage gegen Khimki Moskau auf Rang drei.

Bamberger Tugenden gezeigt


In der abschließenden Partie erwischten die Brose Baskets ohne A J. Ogilvy (Leistenzerrung) einen schlechten Start (8:17), kämpften sich aber mit den Bamberger Tugenden, einer aggressiven Verteidigung, Team-Basketball und dank der Offensivstärke von Teddy Gip son in die Partie (Halbzeit 39:43). Nach der Pause zogen die Russen bis auf 56:43 davon. Doch dank des starken Sharrod Ford glich der Gastgeber zu Beginn des Schlussviertels zum 61:61 aus. Den Zwischenspurt von Khimki (64:72) konterten Bostjan "Boki" Nachbar und seine Mitstreiter mit einem 15:0-Lauf (79:72), doch am Ende feierten die abgezockten Russen einen knappen Erfolg.

Deutlich verbessert präsentierten sich die Bamberger am Samstag in der Partie gegen Maccabi Tel Aviv gegenüber dem Auftritt gegen Olympiakos Piräus am Freitagabend (81:96). Vor allem in der Verteidigung legten die Gastgeber einen Gang zu und sicherten sich so einen verdienten Erfolg gegen den 50-maligen israelischen Meister. Nach zwölf Minuten ging Bamberg erstmals mit 24:22 in Front und lieferte sich fortan mit David Logan (16 Punkte) und seinen Mitstreitern einen offenen Schlagabtausch. Aus Bamberger Sicht war ärgerlich, dass bei Center A.J. Ogilvy nach einem guten ersten Viertel seine Leistenverletzung wieder aufbrach. Maik Zirbes und Philipp Neumann sprangen jedoch für den Australier wirkungsvoll in die Bresche. Im Schlussviertel war es Nachbar, der elf seiner 22 Punkte in der entscheidenden Phase erzielte und seiner neuen Mannschaft so den 77:70-Sieg sicherte.

Steigerung von Spiel zu Spiel


"Es fehlt noch an der Feinabstimmung. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Es war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Die Woche bis zum Champions Cup am Sonntag brauchen wir aber noch, um für den Bundesliga-Start gerüstet zu sein", zog Bambergs Trainer Chris Fleming Bilanz.

"Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie Qualität besitzt", freute sich Manager Wolfgang Heyder. Etwas verstimmt war er allerdings auf Grund der geringen Zuschauerresonanz - im Schnitt kamen nur 1500 Besucher an den drei Tagen in die Halle am Berliner Platz: "Es stand keine andere Halle zur Verfügung. Betrachtet man die Attraktivität der Gegner, ist die Resonanz schon enttäuschend. Für einige Bamberger hört die Welt offensichtlich hinter Hirschaid auf." Kritik gab's vom Manager auch an der Schiedsrichter-Ansetzung der Liga. Die unerfahrenen Unparteiischen erregten etliche Male den Unmut von Trainern und Spielern.


Domreitercup im Überblick


Ergebnisse Khimki Moskau - Maccabi Tel Aviv 80:60, Olympiakos Piräus - Brose Baskets 96:81, Khimki - Piräus 86:96, Brose Baskets - Tel Aviv 77:70, Tel Aviv - Piräus 92:74, Brose Baskets - Khimki 81:87

Endstand:
1.  Olympiakos Piräus     3  266:259  4:2
2.  BC Khimki  Moskau       3  253:237  4:2
3.  Brose BasketsBamberg 3 239:253  2:4
4.  Maccabi Tel Aviv           3  222:231  2:4

Brose Baskets: Nachbar (15 Punkte gegen Piräus/22 gegen Maccabi/20 gegen Khimki), Gipson (13/5/20), Jacobsen (13/4/6), Zirbes (8/11/4), Ogilvy (7/6/-), Gavel (6/15/5), Ford (6/6/13), Schmidt (6/2/0), Neumann (5/2/6), Tadda (2/0/4), Goldsberry (0/4/3)
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren