Bonn
Basketball-Bundesliga

Brose Baskets stoppen Bonner Siegesserie

Die Brose Baskets haben nach dem schwachen Euroleague-Auftritt in Kaunas eine Reaktion gezeigt. Bei den Telekom Baskets Bonn siegten die Bamberger mit 83: 69 (38:32).
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Bonns Ryan Brooks (3. von l) und Bambergs Philipp Neumann (4. von l) beim Kampf um den Rebound. Foto: Marius Becker/dpa
Bonns Ryan Brooks (3. von l) und Bambergs Philipp Neumann (4. von l) beim Kampf um den Rebound. Foto: Marius Becker/dpa
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Das war die richtige Antwort auf die schwache Vorstellung in Kaunas. Die Brose Baskets setzten im Bonner Telekom Dome ein Ausrufezeichen, stoppten die seit sieben Spielen in der Bundesliga ungeschlagenen Telekom Baskets und tankten mit dem 83:69 (38:32)-Erfolg Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.

"Wir haben die zweite Halbzeit sehr souverän gespielt, uns einen großen Vorsprung herausgearbeitet. Das Spiel war sieben Minuten vor dem Ende schon entschieden. Wir haben mit viel Intensität gespielt, die Stopps bekommen, die wir uns vorgenommen haben", freute sich der bärenstarke Anton Gavel über den Erfolg und konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf die vielen Kritiker an der Mannschaft nicht verkneifen: "Es ist schwierig in Bonn zu gewinnen, das war die Mannschaft der Stunde. Wir haben ein Statement gesetzt und es allen bewiesen, die uns abgeschrieben haben, dass wir es können."

Die Bamberger, die direkt aus Kaunas nach Bonn gereist waren, waren bestens auf den Gegner vorbereitet. "Wir haben drei der vier Schlüsselspieler der Bonner gut kontrolliert", zeigte sich Coach Chris Fleming nach der geschlossenen Mannschaftsleistung sehr zufrieden. "Die Bamberger haben uns unsere Stärken weggenommen. Das müssen wir anerkennen", bescheinigte Tony Gaffney, der sich 33 Minuten tapfer wehrte, dem Meister eine Topleistung. Mit einer aggressiven Verteidigung brachte der deutsche Meister das Fischer-Team, das bisher erst eine Partie verloren hatte, zur Verzweiflung. Jared Jordan konnte gegen die oft wechselnden Bamberger Verteidiger nicht wie gewohnt die Fäden ziehen, was für Karsten Tadda der Schlüssel zum Erfolg war.

Beim Rebound überlegen

Von der ersten Sekunde entwickelte sich eine intensive Partie. Die Bamberger machten ihre anfangs mäßige Dreierquote im ersten Viertel durch sieben Offensiv-Rebounds wett. Auffallend im Halbzeit-Scouting war die deutliche Bamberger Rebound-Überlegenheit (20:11).

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte der Gast die Bretter, rührte in der Verteidigung Beton an und setzt sich kontinuierlich ab. Die Brose Baskets profitierten jetzt von ihrem "großen Erfahrungsschatz", meinte später Bonns Trainer Mathias Fischer. Nach 25 Minuten kam der Gastgeber zwar noch einmal auf 43:47 heran, doch dann zog Bamberg mit einem 31:10-Lauf unaufhaltsam bis auf 25 Punkte davon. Einige Unkonzentriertheiten am Ende verhalfen den nie aufsteckenden Bonner noch zu einer Resultatsverbesserung. Die etwa 70 Bamberger Freaks feierten die Mannschaft lautstark und Fleming betonte: "Die Jungs haben sich in Kaunas weit unter Wert verkauft und sich das zu Herzen genommen. Es gibt zwar noch viel zu verbessern, doch auf dieser Leistung lässt es sich aufbauen", hofft Bambergs Erfolgstrainer, dass sein Team am Freitag in Straßburg mit ähnlicher Intensität zu Werke geht.

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Die Statistik

Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets 69:83
(18:17, 14:21, 15:23, 22:22)
Bonn Veikalas (16 Punkte/3 Dreier), Gaffney (13/1), Brooks (9/1), McLean (8), Mangold (8/1), Jordan (5/1), Looby (4), McCray (4), Koch (2), Wolf, Wachalski
Bamberg Smith (15/2), Markota (14/1), Gavel (12/1), Ford (9/1), Zirbes (8), Jacobsen (8/2), Sanders (6), Neumann (5), Tadda (4), Goldsberry (2), Schmidt
SR M. Reiter, Simonov, Coners
Zuschauer 6000 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote Bonn 48 Prozent (26 Treffer/54 Versuche), Bamberg 50 (30/60)
Dreierquote Bonn 35 Prozent (7/20), Bamberg 35 (7/20)
Freiwurfquote Bonn 71 Prozent (10/14), Bamberg 89 (16/18)
Rebounds Bonn 24 (19 defensiv/5 offensiv), Bamberg 35 (23/12)
Ballgewinne/-verluste Bonn 7/15, Bamberg 2/13
Assists Bonn 13 / Bamberg 12
Fouls Bonn 21 / Bamberg 18
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