Bamberg
Basketball

Brose Baskets feiern mit Elias Harris

Die Brose Baskets gewinnen die Nervenschlacht gegen Ljubljana und ziehen in die K.o.-Runde des Eurocups ein. Dort wartet mit Lokomotive Kuban ein ganz harter Brocken.
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Ausgelassen feiern nach der Schlusssirene (v. l.): Matchwinner Elias Harris, Dalibor Bagaric, Brad Wanamaker und Ryan Thompson Foto; sportpress
Ausgelassen feiern nach der Schlusssirene (v. l.): Matchwinner Elias Harris, Dalibor Bagaric, Brad Wanamaker und Ryan Thompson Foto; sportpress
Andrea Trinchieri war nach der Nervenschlacht völlig entkräftet und tauchte erst einmal in der Kabine ab. Auf dem Feld vollführten Ryan Thompson, Brad Wanamaker und Trevor Mbakwe Freudentänze, Dalibor Bagaric nahm Matchwinner Elias Harris in den Arm - die Frankenhölle tobte, Freak City feierte ein seltenes Erfolgserlebnis. Etliche Male waren die Brose Baskets in den letzten Jahren in engen Europapokalspielen als Verlierer vom Feld gegangen. Doch am Mittwochabend war das Glück auf Bamberger Seite: Elias Harris fasste sich in höchster Not ein Herz, zog mit viel Energie zum Korb und versenkte den Ball trotz eines Fouls zum 91:90-Sieg im Korb.

Harris: Attacke - jetzt oder nie
"Es waren nur noch fünf Sekunden auf der Spieluhr. Das bedeutete für mich Attacke - jetzt oder nie. Dann ging einfach der Kopf runter, und ich habe Glück gehabt, dass ich auf der richtigen Seite rausgekommen bin", kommentierte der Power Forward seine entscheidende Aktion, die den Bambergern den Einzug ins Achtelfinale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs bescherte. Dort ist am 4. März in Bamberg und eine Woche später an der Schwarz-Meer-Küste Lokomotive Kuban Krasnodar der Gegner. Die Russen mit Ex-Bayern-Star Malcolm Delaney gewannen am Mittwoch auch ihr 11. Spiel im Eurocup mit 92:79 gegen den bulgarischen Meister Asesoft Ploiesti und gelten als einer der heißen Titelanwärter.
"Wir müssen im Eurocup - in der Bundesliga läuft es ja ganz ordentlich - wieder besser spielen, denn es wird nicht leichter. Wir müssen mit mehr Intensität und Härte, aber auch mental stärker auftreten", blickte Harris in der Stunde des Triumphs bereits auf die hohe Hürde im Achtelfinale voraus.
"Wir verloren in der ersten Halbzeit, nachdem wir gesehen haben, dass dieses Spiel alles andere als einfach wird, ein wenig das Selbstvertrauen. Aber in der zweiten Hälfte trat die Mannschaft völlig anders auf. Die Körpersprache, die Herangehens-weise, das Selbstvertrauen waren ganz anders - das war der Unterschied und der Schlüssel zum Erfolg", kommentierte der neue Sportdirektor Daniele Baiesi den Erfolg.

Mbake und Wanamaker stark
"Die erste Halbzeit war schwierig für uns, denn unsere Schlüsselspieler hatten Foulprobleme. Wir müssen in der Zukunft einfach besser damit umgehen, wenn die Schiedsrichter so eine Linie pfeifen. In der entscheidenden Phase sind uns aber einige Stopps gelungen, und Elias Harris hat dann mit viel Energie einen wichtigen Korb erzielt", ließ Trevor Mbakwe, der mit 20 Punkten und 9 Rebounds zusammen mit Brad Wanamaker (16 Punkte, 10 Assists) nach der Pause groß aufspielte, die Schlacht Revue passieren.
Nachdem Andrea Trinchieri in der Kabine mit eineinhalb Litern Wasser Kraft getankt hatte, entschuldigte er sich bei den Fans, dass er die Ehrenrunde ausgelassen hatte und meinte: "Heute Abend haben wir etwas zu feiern."
Am Freitag begann aber schon wieder die Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) in Bremerhaven.
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