Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Baskets brennen im Frankenderby ein Feuerwerk ab

Mit Neuzugang Jared Jordan als Anführer zeigen die Brose Baskets beim 104:66-Sieg über Würzburg seit langer Zeit einmal wieder eine richtig souveräne Vorstellung.
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Jared Jordan (mit Ball) behält auch gegen zwei Würzburger (Chris McNaughton /l. und Dominic Waters) die Übersicht und hat das Auge für den freien Mitspieler. Fotos: sportpress
Jared Jordan (mit Ball) behält auch gegen zwei Würzburger (Chris McNaughton /l. und Dominic Waters) die Übersicht und hat das Auge für den freien Mitspieler. Fotos: sportpress
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Ein Höhepunkt der tollen Tage in und um Bamberg fand am Faschingssonntag in der Brose Arena statt. Die Fans in Freak City wurden im Frankenderby bestens unterhalten. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung nahmen die Brose Baskets den Nachbarn aus Würzburg mit 104:66 (57:31) auseinander. Und Neuzugang Jared Jordan (7 Assists, 8 Rebounds, 5 Punkte), der überraschend in der Startformation stand, hatte großen Anteil an dieser Lehrstunde, die die Ober- den Unterfranken erteilten.

"Jeder in der Liga weiß, was Jared Jordan kann. Er hat das heute wieder unter Beweis gestellt. Er ist eine große Verstärkung für uns und gibt uns eine neue Qualität, die wir bisher nicht gekannt haben", lobte Anton Gavel den neuen Spielmacher, der immer wieder aufs Tempo drückte. Gavel, das Herz der Brose-Mannschaft, sprühte an der Seite des genialen Passgebers vor Spielfreude und war mit 17 Punkten und einer gewohnt knallharten Verteidigung einer der Matchwinner. Gavel wies aber auch darauf hin, dass man jetzt nicht alles schlecht reden sollte, was Zack Wright geleistet hat: "Er erzielte zuletzt für Panathinaikos in der Euroleague 17 Punkte und holte fünf Rebounds. Das verdient Respekt."

Maurice Stuckey, der an die Unterfranken ausgeliehene Bamberger, absolvierte gestern sein 100. Bundesliga-Spiel - und hatte sich das natürlich ganz anders vorgestellt: "Wir haben uns von Anfang an den Schneid abkaufen lassen, Bamberg war immer zehn oder 20 Prozent aggressiver und hat härter gespielt. Das war letztendlich dafür verantwortlich, dass wir schnell in Rückstand geraten sind."

Führung kontinuierlich ausgebaut

Die 2:0-Führung der s.Oliver Baskets sollte die einzige im gesamten Spiel bleiben. Nach einem 11:0-Lauf führten die Hausherren dank Rod Fords Dreier erstmals deutlich (28:14/11. Minute). Jordan selbst war es, der für den 45:24-Vorsprung (16.) sorgte. Nach Ballgewinn und krachendem Dunking des bärenstarken Rakim Sanders (17 Punkte/4 Dreier/7 Rebounds) stand es kurz nach der Pause 61:31. John Goldsberry erhöhte kurz vor Ende des dritten Viertels gar auf 40 Punkte (81:41).

"Man sollte auch nicht unterschätzen, wie wichtig für uns Rod Ford war und ist - durch seine Präsenz in der Verteidigung und im Rebound. Auch das wird uns auf Dauer helfen", lobte Manager Wolfgang Heyder den drei Monate verletzten Po-wer Forward, der mit 18 Punkten Bambergs erfolgreichster Schütze war.

"Alle haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Jetzt gilt es solche Leistungen immer abzurufen. Wenn du dem Gegner nur 66 Punkte gestattest, dann ist das richtig gut. Und wenn du vorne 100 Punkte erzielst, dann gewinnst du die meisten Spiele", freute sich Jordan nach den Turbulenzen, die sein Wechsel nach Bamberg ausgelöst hatte, über seine Premierenvorstellung.

"Wir können nach langer Zeit wieder in den Spiegel schauen. Jetzt gehen wir in die richtige Richtung. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, das darf man nicht unterschätzen. Aber die Jungs glauben daran, dass wir richtig gut werden können", freute sich Trainer Chris Fleming vor allem darüber, dass seine Jungs über weite Strecken hervorragend verteidigt haben.

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Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - s.Oliver Würzburg 104:66(25:14, 32:17, 24:13, 23:22)
Bamberg
Ford (18 Punkte/2 Dreier), Sanders (17/4), Gavel (17/3), Jacobsen (16/4), Harris (10/2), Zirbes (8), Fischer (8), Jordan (5/1), Goldsberry (3/1), Tadda (2), Rockmann, Thiemann
Würzburg McKinney (11/2), Sommerville (10/1), Kleber (10), Boone (9), Harris (7/1), Spoden (7/1), Waters (6), Stuckey (2), McNaughton (2), Ugrai (2),
Little
SR Barth, Rodriguez, Hack
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 59 Prozent (37 Treffer/63 Versuche), Würzburg 42 (25/59)
Dreierquote Bamberg 59 Prozent (17/29), Würzburg 25 (5/20)
Freiwurfquote Bamberg 68 Prozent (13/19), Würzburg 73 (11/15)
Rebounds Bbg. 38 (27 defensiv/11 offensiv), Wbg. 23 (15/8)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/14 , Würzburg 6/16
Assists Bamberg 25 / Wbg. 14
Fouls Bamberg 15 / Würzb. 21
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