Bamberg

Brose Baskets: als Team gegen Braunschweig punkten

Zurück zum Team-Basketball - So muss das Ziel der Brose Baskets nach der Euroleague-Niederlage gegen Mailand und vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen Braunschweig lauten.
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Enttäuscht marschieren Zack Wright, Anton Gavel, Damir Markota, Karsten Tadda und Rakim Sanders (v.l.) nach der Niederlage vom Parkett. Foto: sportpress
Enttäuscht marschieren Zack Wright, Anton Gavel, Damir Markota, Karsten Tadda und Rakim Sanders (v.l.) nach der Niederlage vom Parkett. Foto: sportpress
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Das war wohl nix! Eine Woche nach dem umjubelten Triumph gegen Efes Istanbul kassierten die Brose Baskets eine bittere 62:76-Heimniederlage gegen Emporio Armani Mailand. Und das bittere ist: "Wir haben uns selbst geschlagen", meinte Kapitän Casey Jacobsen, der ebenso wie die meisten seiner Teamkollegen nicht an die Glanzvorstellung gegen Istanbul anknüpfen konnte. "34 Prozent Trefferquote - das ist nicht das, wozu unser Team offensiv in der Lage ist. Aber das kann passieren. Das Gute ist, dass wir noch genügend Möglichkeiten besitzen, diese Niederlage wettzumachen", blickte Jacobsen trotz des herben Rückschlags optimistisch in die Zukunft.

Damir Markota, der beste Bamberger an diesem unerfreulichen Abend, sah es ähnlich wie sein Kapitän: "Wir haben nichts getroffen, das war's. Glückwunsch an Mailand, sie waren das bessere Team. Aber wir richten unseren Blick nach vorn.
Wir werden am Sonntag zurück in die Spur finden und versuchen, nächste Woche in Kaunas die Punkte zu holen."

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen liegen die Brose Baskets in der Gruppe B auf Rang 4, der zum Erreichen der Top-16-Runde genügt. "Wir müssen jetzt am besten in Kaunas gewinnen", meinte Anton Gavel. Denn der litauische Meister (1:3 Siege) ist der schärfste Konkurrent im Rennen um den Einzug in die Zwischenrunde.

Selbstvertrauen für diese hohe Auswärtshürde will sich der deutsche Serienmeister am Sonntag (17 Uhr) in der Bundesliga mit einem Heimsieg über Braunschweig holen. Um diesen zu realisieren, müssen die Bamberger aber wieder zu ihrer mannschaftlich geschlossenen Spielweise zurückfinden. "Wir fanden nach einem guten Start nie den Rhythmus in der Offensive. Wir haben viel zu sehr jeder für sich gespielt, unser Heil im Eins-gegen-eins gesucht. Das ist schief gegangen. Mailand zeigte über weite Strecken des Spiels keine überragende Leistung, hat aber unsere Schwächen in den letzten sechs, sieben Minuten genutzt", war Manager Wolfgang Heyder mit der offensiven Spielweise nicht einverstanden und konstatierte: "Es war mehr drin."

"Wir konnten leider nicht die angemessene Energie für so ein Spiel generieren", kritisierte Trainer Chris Fleming die Intensität, mit der seine Jungs zu Werke gingen. "Mit so einer Wurfquote wird man wenig Spiele gewinnen. Wir hatten Ende des dritten Viertels die Möglichkeit zum Ausgleich. Der gelang aber nicht, das hat uns abgebaut", schilderte Fleming die Phase, in der seine Mannschaft nach einem Zwölf-Punkte-Rückstand zur Aufholjagd geblasen hatte und es beim Stand von 54:56 aufgrund von sechs Minuten ohne Korb verpasste, das Blatt zu wenden.

"Wir müssen aus unseren Fehlern lernen", forderte Kapitän Jacobsen. Ob die Bamberger Mannschaft die richtigen Lehren aus dieser schwachen Vorstellung in einem bestenfalls durchschnittlichen Euroleague-Spiel gezogen hat, wird sich am Sonntag zeigen. Denn die Braunschweiger zählen in dieser Saison zu den Play-off-Kandidaten und haben nach der 80:88-Heimniederlage gegen Tübingen zuletzt ebenfalls etwas gutzumachen. Mit vier Siegen und drei Niederlagen rangieren die Phantoms derzeit auf Platz sieben - nur zwei Positionen hinter den Brose Baskets.

Swann gilt es zu stoppen

"Wir sind im Moment ein bisschen eine Schönwetter-Mannschaft. Wenn es läuft, sind alle gut. Wenn nicht, kommt auch nichts", kritisierte Trainer Raoul Korner seine Jungs in einem Interview der Braunschweiger Zeitung. Die Brose Baskets sollten also morgen vom Sprungball weg dafür Sorge tragen, dass es bei Immanuel McElroy, Kyle Visser und dem Scharfschützen Isaiah Swann, der im Ulmer Trikot schon hervorragende Spiele gegen Bamberg abgeliefert hat, nicht läuft. Nach dem deutlichen Aufwärtstrend in den letzten Wochen gilt es für Gavel, Jacobsen und Co. zu beweisen, dass die Vorstellung gegen Mailand nur ein Ausrutscher war.

Frankenderby mit Brisanz

Ungeachtet ihrer finanziellen Probleme feierten die s.Oliver Baskets Würzburg am letzten Wochenende im Heimspiel gegen das noch sieglose Schlusslicht aus Bremerhaven mit dem 77:63 den ersten Saisonerfolg in der Bundesliga. Nun hoffen die Unterfranken am Samstag (19.30 Uhr) in Bayreuth auf den ersten Auswärtssieg. Die Gastgeber, die nach einem guten Start mit zwei Siegen aus den ersten drei Partien zuletzt vier Niederlagen in Folge kassierten und auf den 14. Platz abrutschten, wollen unbedingt ihren Negativtrend stoppen. Nach den Niederlagen gegen die Spitzenteams aus München, Oldenburg, Bamberg und Ulm setzt das Medi-Team in der heimischen Oberfrankenhalle, in der fast auf den Tag genau vor 25 Jahren das erste Basketballspiel stattfand, gegen die angeschlagenen Würzburger auf den Heimvorteil.

Schaffartzik und Co. in Berlin

Im Mittelpunkt des Interesses steht am Sonntag (15 Uhr) sicherlich das Schlagerspiel in der Berliner O2-World zwischen Alba und dem noch unbesiegten Spitzenreiter Bayern München. Mit Heiko Schaffartzik, Yassin Idbihi, Nihad Djedovic und Deon Thompson kehren dabei vier Bayern-Spieler an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Ausschnitte von diesem Spitzenspiel sind sowohl in der ZDF-Sportreportage (ab 17.10 Uhr) als auch in der ARD-Sportschau (ab 18 Uhr) geplant.
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