Bamberg
Basketball-Bundesliga

Bamberger lassen bei Frankenderby ihre Klasse aufblitzen

Nach dem hart umkämpften Oberfrankenderby sind beide Trainer mit ihren Teams zufrieden. Die Brose Baskets holen sich beim 99:81 gegen Medi Bayreuth ein wenig Selbstvertrauen zurück.
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Der im Schlussviertel bärenstarke Anton Gavel (r.) zieht energisch am Bayreuther Nicolai Simon vorbei zum Korb. Foto: sportpress
Der im Schlussviertel bärenstarke Anton Gavel (r.) zieht energisch am Bayreuther Nicolai Simon vorbei zum Korb. Foto: sportpress
Wie auf einer Achterbahnfahrt dürften sich die Brose Baskets derzeit fühlen. Auf und ab ging es in dieser Saison bislang. Nach dem Tiefpunkt mit dem blamablen 58:98 in Madrid am Donnerstag ließen die Bamberger am Sonntag ein Highlight folgen. Beim hart erkämpften Derbysieg über Medi Bayreuth wechselten sich die Hochs und Tiefs sogar innerhalb eines Spiels ab. Nach gutem ersten Viertel (22:13) kassierte der Meister im zweiten Durchgang 28 und im dritten 26 Punkte. Doch im Schlussabschnitt, der 37:14 endete, brannte der Meister dann ein Feuerwerk ab und zeigte, wozu er im Stande ist.

99:81 stand am Spielende auf der Anzeigetafel. "Bei diesem Ergebnis könnte man denken, dass es ein einfacher Sieg für Bamberg war", stellte der Bayreuther Trainer Predrag Krunic verblüfft fest. Das war es aber überhaupt nicht. Denn Krunics Team war über weite Strecken die bessere Mannschaft, traf aus allen Lagen (die Quote aus dem Feld lag bei starken 50 Prozent) und schien bei einer 77:68-Führung in der 33. Minute einem Sieg entgegenzusteuern.

Doch in den letzten sieben Minuten gelangen den Gästen nur noch vier Punkte, den nun wie entfesselt spielenden Hausherren dagegen 31."Der Trainer hat uns ein bisschen in den Arsch getreten", sagte Center Maik Zirbes über die Ansprache von Trainer Chris Fleming in der Auszeit, auf die die Wende folgte. Angeführt von Anton Gavel, der zwölf seiner 16 Punkte in diesen letzten sieben Minuten erzielte, sowie den starken Neuzugängen Jamar Smith (11 Punkte im letzten Viertel) und Rakim Sanders (7), drehten die Brose Baskets eine Partie, in der der Nachbarrivale dem Favoriten das Leben lange schwer gemacht hatte.

Heyder lobt positive Team-Energie

"Man muss anerkennen, dass Bayreuth heute eine sehr gute Leistung gezeigt hat", lobte Wolfgang Heyder den Gegner. Zufrieden war der Bamberger Manager aber auch mit dem Auftritt seines Teams: "Wichtig war, dass wir im letzten Viertel die positive Team-Energie gefunden haben, die uns immer ausgezeichnet hat." Und versöhnlich stimmten ihn auch die Leistungen der von ihm nach der Pleite in Madrid noch heftig kritisierten Center Maik Zirbes (16 Punkte/4 Rebounds) und Philipp Neumann (10/4). "Sie haben heute eine Antwort gegeben", meinte Heyder, merkte aber auch an: "Mit einem Spiel ist das natürlich nicht getan. Es ist wichtig, dass sie auch weiterhin Verantwortung übernehmen."

Meistercoach Fleming war froh, dass sich seine Spieler nach der derben Pleite in Madrid ein wenig Selbstvertrauen zurückholen konnten. Dennoch befürchtet er, dass die Achterbahnfahrt noch nicht zu Ende ist: "Wir sind mittendrin, herauszufinden, wer wir sind."

Legt man nur die Ergebnisse zu Grunde, sind die Bayreuther da noch nicht viel weiter. Dennoch sieht Krunic sein Team trotz drei Niederlagen in Folge "auf einem guten Weg. Wir haben 35 Minuten lang gut gespielt und gute Entscheidungen getroffen", meinte der Medi-Coach.

Doch wie zuletzt bei der Heimniederlage gegen Vizemeister Oldenburg hat sich sein Team aufgrund eines schlechten letzten Viertels nicht für die Anstrengungen belohnt. Center Phillipp Heyden ist aber zuversichtlich, dass sich das bald ändern wird: "Uns fehlen nur Kleinigkeiten. Wenn wir daran arbeiten, werden die nächsten Spiele positiv für uns ausgehen."

Bewerten Sie hier die Leistung der Brose Baskets-Spieler im Frankenderby gegen Medi Bayreuth.
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