Nürnberg
Fußball Bundesliga

Abstiegsduell in Nürnberg: Club empfängt Eintracht Frankfurt

Trainer Gertjan Verbeek plant im extrem wichtigen Heimspiel des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg gegen Eintracht Frankfurt Umstellungen in seiner Mannschaft. Auch die Gäste stehen nach der Heimschlappe gegen Freiburg unter Druck.
Artikel drucken Artikel einbetten
Club-Trainer Gertjan Verbeek kündigt gegen Eintracht Frankfurt Umstellungen in seiner Mannschaft an. Foto: Daniel Karmann/dpa
Club-Trainer Gertjan Verbeek kündigt gegen Eintracht Frankfurt Umstellungen in seiner Mannschaft an. Foto: Daniel Karmann/dpa
Das schöne Punktepolster ist weg und in den kommenden sieben Tagen warten auch noch gleich drei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf auf den 1. FC Nürnberg. "Wir müssen die Einstellung beibehalten und zusammenhalten, denn wir haben ein Ziel. Und so kommt man dann zum Erfolg", appellierte Coach Gertjan Verbeek an Mannschaft, Umfeld und Fans. Im extrem wichtigen Duell gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr) plant er nach zuletzt drei Niederlagen Umstellungen in seiner Mannschaft. "Im Kader wird es keine neuen Gesichter geben, in der Startelf möglicherweise schon", sagte der Holländer zwei Tage vor der Partie.

In der von der Polizei als Hochsicherheitsspiel eingestuften Partie wolle sein Team sich auch bei den eigenen Anhängern mal wieder für die Unterstützung bedanken - am besten mit einem Dreier. "Es ist unglaublich, was die Fans leisten. Das ist super. So etwas habe ich noch nirgends erlebt", schwärmte Verbeek. "Wir müssen jetzt endlich auch mal zuhause ein richtig gutes Spiel abliefern. Aber nicht nur gut spielen, sondern drei Punkte holen", forderte Verbeek.

Verzichten muss der Tabellen-15. neben einigen Langzeitverletzten voraussichtlich auch auf Mittelfeldprofi Robert Mak (Adduktorenprobleme) und Per Nilsson (Muskelfaserriss). Zuletzt blieben nicht nur die Punkte. Verbeek beklagte auch die fehlende Organisation auf dem Platz und das Positionsspiel. Der Coach erwartet nun "Leidenschaft und Mut: Dass man zeigt, dass man gewinnen will."

Frankfurt ist der einzige Bundesligist, gegen den Verbeek noch nie gespielt hat. Die Hessen haben mit 28:44 exakt das gleiche Torverhältnis wie der Club, das reichte aber für drei Punkte mehr. Seit allerdings öffentlich bekannt wurde, dass Armin Veh in der neuen Saison nicht mehr Eintracht-Trainer sein wird, haben die Hessen kein Spiel mehr gewonnen.

Verbeek erkennt beim Gegner eine besondere Motivation: "Die Frankfurter wissen, dass sie einen großen Sprung nach oben machen, wenn sie dieses Spiel gewinnen", sagte der Coach. Bis auf sechs Punkte könnte die Veh-Elf den unmittelbaren Konkurrenten distanzieren. Zuletzt verloren die Hessen deutlich mit 1:4 gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SC Freiburg. "Ich bin aber überzeugt, dass sie mit einem klaren Kopf hier auftreten und gewinnen wollen", meinte Verbeek.

Mittelfeldspieler Hiroshi Kiyotake hat den Aufruf seines Trainers verstanden. "Insgesamt sind natürlich alle restlichen Spiele wichtig. Aber in den nächsten zwei Spielen müssen wir jetzt zeigen, dass wir als Club den Ernst der Lage begriffen haben", betonte der Japaner. "Mit dieser Einstellung werden wir Vollgas geben." Der Abstiegskampf stachle ihn zusätzlich an. "Ich würde nicht sagen, ich freue mich darauf. Aber der Kampf um den Klassenerhalt motiviert mich sehr", sagte er. "Und wenn wir mit dieser starken Motivation, die Klasse zu halten, reingehen, dann werden wir das auch schaffen.""Im Kader wird es keine neuen Gesichter geben, in der Startelf möglicherweise schon", sagte Club-Coach Verbeek zwei Tage vor dem Abstiegsduell.

Die Gäste aus Frankfurt müssen in Nürnberg definitiv auf Torjäger Alexander Meier verzichten. Der offensive Mittelfeldspieler fehlt wegen einer Adduktorenzerrung. "Er wird nicht spielen können", bestätigte Eintracht-Trainer Armin Veh. Dagegen ist Abwehrspieler Bastian Oczipka nach seinem Muskelfaserriss wieder einsatzbereit. "Ob er spielt, will ich aber noch nicht sagen", erklärte Veh. Definitiv in die Startformation zurückkehren wird Abwehrchef Carlos Zambrano, der beim 1:4 gegen Freiburg wegen einer Gelb-Sperre gefehlt hatte.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren