Bamberg
Basketball-Bundesliga

104:93 gegen Hagen: Elias Harris mit Einstand nach Maß

Die Brose Baskets bezwingen im letzten Heimspiel des Jahres Phoenix Hagen mit 104:93. Der Neue glänzt mit starker Leistung und 25 Punkten.
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Den Korb im Visier: Brose-Baskets-Neuzugang Elias Harris Fotos: sportpress
Den Korb im Visier: Brose-Baskets-Neuzugang Elias Harris Fotos: sportpress
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Die Brose Baskets haben den Charaktertest bestanden - nicht immer schön, aber am Ende zählt nur der Sieg. Drei Tage nach dem bitteren Euroleague-Aus gegen Kaunas dauert es 20 Minuten, bis die Bamberger die Enttäuschung verdaut hatten. Aber am Ende nutzte der deutsche Meister seine Größenvorteile am Brett und feierte im letzten Heimspiel des Jahres einen 104:93 (51:48)-Heimsieg gegen Phoenix Hagen.

Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg besaß Elias Harris, der vor kurzem noch für die Los Angeles Lakers in der NBA auf dem Parkett stand und gestern mit 25 Punkten (Trefferquote 69 Prozent), 4 Rebounds, 1 Ballgewinn und 2 Blocks einen Einstand nach Maß feierte. Folgerichtig wurde er zum wertvoll-sten Spieler der Partie gewählt. "Das war ein super Einstand, das kann man sich so nur wünschen. Aber das ist nur ein Spiel. Es gibt noch viele, die gespielt werden müssen. Deshalb halte ich persönlich den Ball flach und werde die Leistung nicht überbewerten", blieb der 2,03 Meter große Power Forward trotz seiner starken Vorstellung auf dem Teppich. Wesentlich mehr Begeisterung hatte er für die Freaks übrig: "Die Stimmung hier ist obergeil. Die Fans sind unglaublich. Ich freue mich, dass ich hier spielen kann."

Manager Wolfgang Heyder freute sich über die Leistung des 24-Jährigen: "Elias hat gezeigt, was er kann: zum einen im Post zu spielen, aber auch zum Korb zu ziehen. Wir werden an ihm viel Freude haben." Auch Trainer Chris Fleming zeigte sich beeindruckt von Harris' Leistung: "Er gibt uns Qualität, hat einen hohen Basketball-IQ und ist sehr athletisch. Ich glaube, wir können viel von ihm erwarten."

Es wäre allerdings ungerecht, den Erfolg nur an Harris fest zu machen - alle zehn eingesetzten Akteure gaben alles und kamen zu Punkten. 28 Assists zeugen von einer uneigennützigen Teamleistung, wobei sich Karsten Tadda mit sechs Vorlagen auszeichnete. Neben dem verletzten Sharrod Ford verzichtet Fleming diesmal auf Grund der Ausländerbeschränkung auf Novica Velickovic.

Nach einem schlechten Start war es vor allem Center D'or Fischer, der für die erste Führung sorgte. Lange wogte die Partie hin und her: Immer, wenn sich die Hausherren einen Vorsprung (31:21, 59:50, 77:67) herausgespielt hatten, kämpfte sich Hagen wieder heran. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende war Phoenix bis auf 88:92 dran und vergab einen Korbleger. Danach ließ der Meister aber nichts mehr anbrennen und bescherte Freak City zwei Tage vor Weihnachten den ersten Hunderter der Saison.

Nach zwei freien Tagen bereiten sich die Bamberger ab dem 1. Feiertag dann auf das letzte Spiel des Jahres am 28. Dezember in Würzburg vor.

Die Statistik

Brose Baskets - Phoenix Hagen 104:93
(24:21, 27:27, 28:22, 25:23)

Bamberg Harris (25 Punkte), Zirbes (16), Fischer (15), Smith (13/3 Dreier), Gavel (11/1), Sanders (8), Jacobsen (5/1), Golds berry (5/1), Wright (3), Tadda (3/1)
Hagen Gordon (21/1), Bell (20/4), Gregory (15), Dorris (13), Dugat (11/1), Wendt (7), Khartchenkov (6), Geske, Krume, Kruel
SR Matip, Neubecker, Bittner
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 57 Prozent (35 Treffer/61 Versuche), Hagen 47 (29/62)
Dreierquote Bamberg 50 Prozent (7/14), Hagen 38 (8/21)
Freiwurfquote Bamberg 90 Prozent (27/30), Hagen 79 (27/34)
Rebounds Bamberg 37 (29 defensiv/8 offensiv), Hagen 27 (19/8)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/12 , Hagen 2/11
Assists Bamberg 28 / Hagen 12
Fouls Bamberg 27 / Hagen 25
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