Marktredwitz
Badeunfall

Drama in Oberfranken: Junge (7) ertrinkt im Freibad

Ein Siebenjähriger ist am Dienstagabend in einem Naturfreibad im oberfränkischen Marktredwitz (Kreis Wunsiedel) ertrunken. Es ist nicht der einzige tragische Badeunfall in Bayern.
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Im Freibad Marktredwitz im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel ist am Dienstagabend ein siebenjähriger Junge ertrunken. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Im Freibad Marktredwitz im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel ist am Dienstagabend ein siebenjähriger Junge ertrunken. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Siebenjähriger ertrinkt in Freibad: Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am Dienstagabend (7. August 2018) in einem Naturfreibad in Marktredwitz, bei dem ein siebenjähriger Junge ertrunken ist. Die Geschwister des Kindes, die sich ebenfalls in dem Bad befanden und die zu Hause gebliebenen Eltern, erlitten einen Schock. "Aus bislang ungeklärten Umständen gelangte der Bub in ein rund zwei Meter tiefes Schwimmerbecken, in dem sich viele Personen aufhielten", sagte ein Polizeisprecher. Schließlich entdeckten Badegäste seinen auf den Grund gesunkenen leblosen Körper. Trotz aller Bemühungen starb der Siebenjährige.

Ein Imam und weitere Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen und betreuten auch die Einsatz- und Rettungskräfte. Die Kriminalpolizei Hof hat die Ermittlungen zur Klärung der Todesumstände aufgenommen.


Freibad Marktredwitz: Junge ertrinkt in zwei Meter tiefem Becken

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen befand sich das Kind mit vier Geschwistern im Freibad, um, genauso wie eine Vielzahl anderer Gäste, einen unbeschwerten Nachmittag zu verbringen. Aus bislang ungeklärten Umständen gelangte der Junge in ein rund zwei Meter tiefes Becken, in dem sich viele Personen aufhielten.


Badegäste entdeckten den leblosen Körper

Gegen 17.35 Uhr entdeckten Badegäste den auf dem Grund gesunkenen, leblosen Körper und verständigten die am Becken anwesende Badeaufsicht, die das Kind umgehend barg und sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begann. Ein Arzt, der sich zufällig im Schwimmbad aufhielt, führte die Reanimation bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fort. Trotz aller Bemühungen verstarb der Siebenjährige noch am Unglücksort.


Der Badebetrieb wurde vorzeitig eingestellt

Verständigte Beamte der Polizei Marktredwitz sperrten den Bereich weiträumig ab. Nach Übereinstimmung mit den Verantwortlichen der Stadt Marktredwitz stellte das Schwimmbad den Badebetrieb um einige Stunden vorzeitig ein.


Die Polizei Hof bittet um Hinweise

Ein Staatsanwalt aus Hof war vor Ort und vermittelte sich einen Eindruck des Geschehenen. Wie es zu dem schrecklichen Unglück kommen konnte und weitere, wichtige Details, ermittelt derzeit die Kriminalpolizei Hof.

In diesem Zusammenhang bittet die Kripo um Hinweise, die zur Rekonstruktion des Unglücks beitragen können.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Hof unter Telefonnummer 09281/704-0 in Verbindung zu setzen.
Der tragische Vorfall in Marktredwitz ist nicht der einzige Vorfall der letzten Tage: Der Badeausflug ist auch einem 76 Jahre alten Mann im Chiemsee zum Verhängnis geworden. Nach Polizeiangaben bemerkten Badegäste am Dienstag in Chieming (Landkreis Traunstein) den leblos in der Nähe des Ufers treibenden Mann und zogen ihn aus dem Wasser. Ein zufällig anwesender Arzt versuchte noch, den 76-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein zu reanimieren, er konnte ihn jedoch nicht mehr retten. Die genaue Todesursache war zunächst unklar. Fremdverschulden scheide aber aus, hieß es.

Mehr Glück hatte ein drei Jahre altes Mädchen, das am Dienstag unbemerkt von seiner Mutter in den Münchner Lußsee gelaufen und dort beinahe ertrunken war. Eine 37-Jährige habe das bewusstlose Kind im Wasser bemerkt und sofort um Hilfe gerufen, sagte eine Polizeisprecherin dazu. Ein anderer Badegast holte daraufhin die Dreijährige aus dem Wasser. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Mädchen war mit seiner Mutter und zwei weiteren Geschwistern am Lußsee baden.

Ein Polizist rettete am Mittwochvormittag in Feucht (Landkreis Nürnberger Land) einen 28-Jährigen vor dem Ertrinken. Der Mann trieb bewusstlos im Feuchter Jägersee, als der Polizist ihn entdeckte und ans Ufer zog. Er begann umgehend, den 28-Jährigen zu reanimieren und konnte ihn mithilfe von Rettungskräften des Bayerischen Roten Kreuzes wieder zu Bewusstsein bringen. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er allerdings am Nachmittag verstarb.


ry/tu
Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa


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