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Schirnding
Strafanzeige

48 Welpen gerettet - Polizei stoppt illegalen Hundetransport in Oberfranken

Auf der B303 in Oberfranken gelang es der Polizei, einen illegalen Welpentransporter zu stoppen. Die 48 Vierbeiner waren erst vor wenigen Wochen auf die Welt gekommen - jetzt müssen sie erst einmal in Tierheim-Quarantäne.
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48 kleine Hunde konnten von der Polizei gerettet werden. Illegaler Welpenhandel findet  anscheinend immer häufiger statt. Symbolfoto: kim_hester/pixabay
48 kleine Hunde konnten von der Polizei gerettet werden. Illegaler Welpenhandel findet anscheinend immer häufiger statt. Symbolfoto: kim_hester/pixabay

Die Bundespolizei konnte am vergangenen Donnerstagabend (12.03.2020) auf der B303 bei Schirnding (Landkreis Wunsiedel) einen illegalen Welpentransporter aus Tschechien stoppen. Dies bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber inFranken.de. Laut Polizei handelte es sich um 48 Hunde unterschiedlicher Rassen.

Das Fahrzeug war demnach gegen 22 Uhr auf der B303 nördlich von Nürnberg unterwegs. Da die Polizei die im EU-Pass angegebenen Altersangaben der Tiere für gefälscht hielt, sollten diese im nächstgelegenen Tierheim überprüft werden.

Tierschutzbund: "Arme Tiere viel zu jung"

Laut Tierschutzbund konnte dort festgestellt werden, dass die Welpen jünger als angegeben waren - nämlich nur fünf bis zehn Wochen alt. "Die armen Tiere sind viel zu jung. Alle müssen tierärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Unser Landesverband Bayern war vor Ort und hat geholfen, die Welpen auf unsere Tierheime in der Region zu verteilen. Die Mitarbeiter kümmern sich gerade liebevoll um die Versorgung der Kleinen", so der Tierschutzbund.

Immer häufiger illegaler Transport beliebter Hunderassen

Der Tierschutzbund berichtete weiter, dass es sich bei den kleinen Hunde um typische Moderassen wie Chihuahuas, Havaneser, Pudel oder Bulldoggen handelte sowie vier Kampfhunde, die eigentlich nicht in andere Länder eingeführt werden dürfen.

Laut Bundespolizei sollten die Vierbeiner offenbar gewerblich von Tschechien aus nach Belgien gebracht werden. Die Beamten untersagten den zwei Insassen des Transporters die Weiterfahrt. Beide Männer gelten als polizeibekannt. Die 48 Hundekinder wurden auf Anordnung des Veterinäramts auf verschiedene Tierheime verteilt.

Derartige Fälle von illegalem Welpenhandel häuften sich derzeit - vor allem in Bayern, nahe der Grenzen -, wie der Tierschutzbund auf seiner Facebook-Seite schreibt.

Erst vor Kurzem stoppte die Polizei einen illegalen Welpentransport auf der A6. Die rumänischen Schmuggler hatten drei Hunde dabei. Zwei Welpen waren in eine winzige Anglerbox gesperrt worden.

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