Marktredwitz
Brandstiftung

Feuerteufel von Marktredwitz: Nach Brandstiftungsserie nimmt Polizei Tatverdächtigen fest

Über ein Dutzend Taten, ein Schaden von fast einer halben Million Euro. Nachdem der "Feuerteufel von Marktredwitz" die Region über Wochen in Atem hielt, konnte die Polizei nun einen Tatverdächtigen festnehmen.
Artikel drucken Artikel einbetten

Für mindestens 14 Brände soll er verantwortlich zeichnen, mindestens 400.000 Euro Schaden hat er dadurch verursacht. Nun nahm die Polizei nach eigenen Angaben einen Verdächtigem im Fall des Marktredwitzer Feuerteufels fest.

Nach intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof und der 15-köpfigen Ermittlungskommission (EKO) "Oberredwitz" bei der Kriminalpolizei Hof, nahmen die Ermittler demnach bereits in der vergangenen Woche einen Tatverdächtigen fest. Die Ermittlungen dauern an.


Über ein Dutzend Brandstiftungen


Seit Mitte April kam es im Marktredwitzer Stadtteil Oberredwitz zu einer Serie von Straftaten durch bislang unbekannte Täter. Vor allem zahlreiche Brandstiftungen, bei denen glücklicherweise keine Person zu Schaden kam, sorgten für große Verunsicherung in der Bevölkerung. Im April soll der Tatverdächtige acht Brände in nur einer Nacht gelegt haben. Unter anderem soll er Feuer in einem Reihenhaus gelegt haben. Der Gesamtschaden bei den Bränden und Sachbeschädigungen beläuft sich nach derzeitigem Erkenntnisstand auf mindestens 400.000,00 Euro.

Die hartnäckige Ermittlungsarbeit und die an den Tatorten akribisch durchgeführten Spurensicherungsmaßnahmen zahlten sich jetzt aus. Aufgrund der durchgeführten Öffentlichkeitsfahndung nach einem schwarzen T-Shirt mit dem Aufdruck "I love Würzburg", konnte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung nun ein dringend Tatverdächtiger 37-Jähriger aus dem Landkreis Wunsiedel am Donnerstag festgenommen werden.

 


Tatverdächtiger in Untersuchungshaft


Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Hof gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung. Der Beschuldigte sitzt seitdem in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Hof zu den Straftaten dauern an.

Polizei und Staatsanwaltschaft bedanken sich für die Mithilfe der Bevölkerung bei der Öffentlichkeitsfahndung. Foto: Ronald Rinklef

 



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.