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Arzberg
Lost Places

Auf der Suche nach "Lost Places" - Nürnberger lösen Großeinsatz in Oberfranken aus

Ihre Vorliebe für verbotene und verborgene Gebäude hat für drei Männer aus Nürnberg ein juristisches Nachspiel. Sie waren im oberfränkischen Arzberg in eine Industrieanlage eingestiegen.
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Über ein zerbrochenes Fenster verschafften sich drei Männer in Arzberg Zugang zur alten Porzellanfabrik. Symbolbild: pixabay/Free-Photos
Über ein zerbrochenes Fenster verschafften sich drei Männer in Arzberg Zugang zur alten Porzellanfabrik. Symbolbild: pixabay/Free-Photos

Die Suche nach "Lost Places" hat für drei Männer aus Nürnberg ein juristisches Nachspiel. Dies teilt die Polizei mit.

Demnach ging am Sonntag gegen 20 Uhr die Meldung bei den Beamten ein, dass drei Personen in die Alte Porzellanfabrik der Jakobsburg in Arzberg eingestiegen seien. Mehrere Streifenwagen aus der Umgebung, darunter auch zwei Diensthundeführer, machten sich auf dem Weg.

Lost Places - Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Tatsächlich entdeckten die Polizisten bei der Durchsuchung drei Männer aus Nürnberg im Alter von 20 bis 25 Jahren im Gebäude. Sie waren durch ein zerbrochenes Fenster in die Fabrik eingestiegen.

Als Grund gaben sie ihre Interesse für "Lost Places" an. Darunter werden meist verlassene Ruinen aus der Industriegeschichte oder nicht mehr genutzte militärische Anlagen verstanden, die mit ihren morbiden und oft surrealen Charakter Besucher anlocken. Gegenüber inFranken.de hatte eine Fränkin im Februar erzählt, welche Abenteuer sie bei der Suche nach solchen "Lost Places" bereits erlebt hat.

Dass die Besuche von Lost Places keineswegs immer rechtens ist, zeigt der Fall in Arzberg: Aufmerksam geworden waren die drei Männer über eine entsprechende Webseite, die zuhauf im Internet zu finden sind. Wie es die Porzellanfabrik auf eine dieser Seiten geschafft hat, ist nicht bekannt.

Alle drei werden, nach Rücksprache mit dem Verantwortlichen, wegen Hausfriedensbruch angezeigt. Bei dem 25-Jährigen wurde außerdem eine geringe Menge Marihuana sicherstellt. Er muss sich zudem noch wegen einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

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