Würzburg
Urteil

Würzburg: Versuchter Mord an Stiefmutter - 35-Jähriger muss fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis

Ein 35-Jähriger muss wegen versuchten Mordes an seiner Stiefmutter für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Er hatte in seinem Elternhaus Feuer gelegt.
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Ein 35-Jähriger hat versucht seien Stiefmutter umzubringen. Dafür hat er sein Elternhaus angezündet.Symbolfoto:  Priebe/pr-video/dpa
Ein 35-Jähriger hat versucht seien Stiefmutter umzubringen. Dafür hat er sein Elternhaus angezündet.Symbolfoto: Priebe/pr-video/dpa

Fünfeinhalb Jahre muss ein 35-Jähriger ins Gefängnis. Wegen versuchten Mordes an seiner Stiefmutter und schwerer Brandstiftung verurteilte ihn am Freitag das Landgericht Würzburg. Der Mann hatte unter starkem Alkoholeinfluss in seinem Elternhaus ein Feuer gelegt. Er selbst und sein Bruder wohnten mit in dem Haus. Es kam im Vorfeld zu diverse Familien-Streitigkeiten, unter anderem um verschwundene Gegenstände, und Angst, das Erbe zu verlieren, wie die Deutsch Presse-Agentur mitteilte.

Versuchter Mord in Würzburg: 35-Jähriger äußert vermehrt Tötungsabsichten

Der Angeklagte gestand während des Prozesses, das Feuer aus Wut gelegt zu haben. Die Richter sahen die Mordabsicht als gegeben, da der 35-Jährige im alkoholisierten Zustand wiederholt Tötungsabsichten geäußert haben soll, auch noch nach der Tat. Kurz vor der Brandstiftung Mitte Januar in Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) hatte es erneut Streit in der Familie gegeben, bei dem der Angeklagte die Polizei zur Hilfe holte.

Der Mann bereute die Tat und entschuldigte sich bei Vater und Stiefmutter. Er hatte sich auch sofort gestellt. Laut psychologischem Gutachten war die Handlung für den eher ruhigen und sehr kooperativen Angeklagten untypisch. Als Teil des Urteils muss er eine Therapie wegen Alkoholabhängigkeit machen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Staatsanwalt hatte sieben Jahre Haft gefordert, der Verteidiger auf vier Jahre plädiert.

Schwerer verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Stiefmutter entkam unverletzt, der Bruder wurde mit einer leichten Rauchvergiftung geborgen. Der Vater war nicht im Haus. An Haus und Hausrat entstand ein Schaden von über 300 000 Euro; das Haus ist unbewohnbar.

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