Würzburg
Neues Modell

Würzburg bietet bayernweit einzigartige 24-Stunden-Kinderbetreuung an

Für Alleinerziehende und Eltern in Schichtarbeit bietet Würzburg ab sofort die Möglichkeit der flexiblen Kinderbetreuung im eigenen Zuhause und rund um die Uhr.
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Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Modellprojekt "Flexi24" ist nach den Worten von Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und Sozialreferentin Hülya Düber bayernweit bisher einmalig. Für Alleinerziehende oder für Familien, in denen beide Elternteile im Schichtdienst arbeiten - etwa in der Klinik oder bei der Polizei - reichten die üblichen Betreuungszeiten von Tagesmüttern und der Kindertagesstätten häufig nicht aus, um Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.

Die Lebensverhältnisse veränderten sich, Doppelerwerbstätigkeit sei heute eher die Regel als die Ausnahme, sagte der Oberbürgermeister. Dafür brauche man ein Angebot. Er geht von einer großen Nachfrage für die flexible Kinderbetreuung von Beginn an aus.

Betreuung zu Hause

Im Detail gehe es dabei um die ergänzende Betreuung von Kindern vor und nach dem Aufenthalt im Kindergarten, in der Krippe oder in der Schule, und zwar im gewohnten häuslichen Umfeld - und je nach Bedarf zu jeder Tages- und Nachtzeit: "Wir realisieren das durch Betreuungspersonen, die zu den Kindern nach Hause kommen", erläuterte Düber. Damit soll für die Kinder der gewohnte Tagesablauf und Alltag sichergestellt werden.

Bei Bedarf übernachteten die Betreuungsperson im elterlichen Haushalt und brächten das Kind morgens in die Schule oder den Kindergarten. Für die erste Phase des Projekts würden bis zu 15 Frauen und Männer für eine langfristige Tätigkeit gesucht. Die neuen Tagesmütter und -väter würden von der Stadt auf ihre Eignung überprüft und absolvierten ein Einführungsseminar sowie einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind.

Für das erste Jahr stehen 60.000 Euro zur Verfügung. Der Bedarf für ergänzende Betreuung muss nachgewiesen werden. Die Betreuer arbeiteten auf selbstständiger Basis und erhalten ihr Honorar von der Stadt. Die Eltern werden ihrem Einkommen entsprechend an den Kosten beteiligt.



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