Würzburg
Rettungsaktion

Säugling (9 Monate) schreit in glutheißem Auto um Hilfe - Mutter kauft ein

Rettungsaktion vor einem fränkischen Großmarkt: Eine Mutter war einkaufen und hat ihren Säugling im glutheißen Auto zurückgelassen. Eine aufmerksame Passantin hat das schreiende Baby bemerkt und Hilfe geholt.
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Das neun Monate alte Baby schrie, da es im Auto sehr heiß war. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa
Das neun Monate alte Baby schrie, da es im Auto sehr heiß war. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

  • Kind in überhitztem Auto zurückgelassen
  • Mutter geht einkaufen
  • Baby schreit um Hilfe
  • Passantin bemerkt hilflosen Jungen
Säugling in glutheißem Auto gelassen: Am Montagmorgen (24. Juni 2019) hat eine aufmerksame Passantin im unterfränkischen Würzburg einen schreienden Säugling auf einem Verbrauchermarkt-Parkplatz bemerkt. Das neun Monate alte Baby befand sich in einem überhitztem Auto und wies bereits deutliche Anzeichen der Hitzeauswirkung auf. Die hilfsbereite 52-Jährige holte Unterstützung im Großmarkt. Im Gespräch mit inFranken.de erzählt die Frau, dass sie Hilfe an der Kasse des Großmarktes gesucht habe. An der Kasse fragte sie, ob eine Durchsage gemacht werden könne, um die Mutter auszurufen - das wurde jedoch verneint. Daraufhin alarmierte sie die Würzburger Polizei.

Mutter geht in Würzburg einkaufen - Baby sitzt in heißem Auto

Die Mutter des Säugling kehrte schließlich zum überhitzten Auto zurück: Sie war im Großmarkt einkaufen, während ihr Kind im überhitzten Auto saß und schrie. Die Polizei spricht von 15 Minuten Abstinenz, die 52-jährige Passantin sagte inFranken.de, dass es 25 Minuten gewesen seien. Auf Nachfrage erklärte die Polizei Würzburg, dass die Kollegen vor Ort von einer Viertelstunde ausgegangen seien.

"Anzeichen von Bewusstlosigkeit": Kleinkind leidet in überhitztem Wagen

Das Auto wurde schließlich geöffnet und der Säugling befreit: Eine zufällig anwesende Krankenschwester kümmerte sich um das Baby, ehe ein Notarzt übernahm. Der Aspekt, wie lange die Mutter des Säuglings einkaufen war, gewinnt an Bedeutung, wenn die körperlichen Folgen für das Kleinkind betrachtet werden. Die aufmerksame Passantin berichtet, davon, dass das Baby "leblos im maxi cosi" hing. Auf Nachfrage erklärt die Polizei, dass "Anzeichen von Bewusstlosigkeit" wahrnehmbar gewesen seien.

Das Kind wurde nach einiger Zeit in ein Würzburger Krankenhaus gebracht und dort medizinisch versorgt.

Der örtlichen Polizei liegen derzeit keine Informationen vor, wie lange das neun Monate alte Kind im Krankenhaus bleiben musste und wie schwer die Verletzungen sind. Gegen die Mutter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Temperaturen steigen diese Woche auf Rekordniveau an. Am Montagabend wurde in Oberfranken bereits die 40-Grad-Marke geknackt. Ein Medizinier gibt im Interview Tipps, was gegen die Gluthitze aus der Sahara hilft.

tu

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