Würzburg
Polizeikontrolle

Würzburg: Ärger zwischen Fußgängern und Radfahrern - jetzt reagiert die Polizei

Um die Fußgängerzonen wieder zu einem sicheren Ort für Fußgänger zu machen, kündigt die Würzburger Polizei für die kommenden Tage in den innerstädtischen Fußgängerzonen Kontrollen von Radfahrern an.
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Rücksichtslose Radfahrer werden in immer mehr deutschen Städten zum Problem. Die Stadt Würzburg regiert jetzt mit Kontrollen. Symbolbild: Siegfried Farkas
Rücksichtslose Radfahrer werden in immer mehr deutschen Städten zum Problem. Die Stadt Würzburg regiert jetzt mit Kontrollen. Symbolbild: Siegfried Farkas

Eine Fußgängerzone ist, wie der Name schon verrät, weitestgehend nur für Fußgänger gedacht. Sie sollte vor allem ein Bereich sein in dem Fußgänger sich frei bewegen können.

Bereits in den 70er Jahren erkannte beispielsweise die Stadt Würzburg die Bedeutung von Fußgängerzonen, in denen man sich ungestört und weitestgehend frei von Fahrzeugen fußläufig bewegen kann.

Radfahrer werden immer rücksichtsloser

In letzter Zeit werden jedoch immer öfter Berichte über Radfahrer bekannt, die sich im Straßenverkehr rücksichtlos verhalten und damit nicht nur Andere, sondern vor allem sich selbst in Gefahr bringen. Erst am vergangen Wochenende ignorierte ein Radfahrer in Bamberg mehrere rote Ampeln und wurde am Ende schwer verletzt.

Zwar gibt es, wie in Würzburg, klare Vorschriften für Radfahrer in Fußgängerzonen, jedoch halten sich die Zweiradfahrer nur selten daran.

Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit für Radfahrer in den Würzburger Fußgängerzonen liegt bei 7-10 km/h. Das ist Schrittgeschwindigkeit und diese darf von den Radfahrern nicht überschritten werden.

Polizei reagiert auf zu schnelle Radfahrer

Leider häufen sich speziell in Würzburg die Beschwerden über rücksichtlose und zu schnelle Radfahrer. Die Stadt Würzburg sieht aber weiterhin eine gemeinsame Nutzung der Fußgängerzone für Fußgänger und Radfahrer als wichtig an. Deshalb appelliert sie an die Radfahrerinnen und Radfahrer, sich an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung zu halten.

Diese Vorgaben für Radfahrer in den Würzburger Fußgängerzonen sind klar beschrieben: Nicht schneller als mit Schrittgeschwindigkeit fahren, Rücksicht nehmen und gegebenenfalls auch einmal absteigen, kein Mobiltelefon beim Radfahren verwenden und den Gehweg den Fußgängern überlassen.

Da es aber trotzdem immer öfter zu Beschwerden kommt, zieht die Polizei jetzt Konsequenzen. Für die laufende Woche wurden vermehrte Kontrollen von Radfahrern in den innerstädtischen Fußgängerzonen angekündigt. Diese werden sowohl von der Polizei als auch von den kommunalen Ordnungsdiensten durchgeführt.

Bußgelder bei Zuwiderhandlungen

Der Bußgeldkatalog sieht bei rechtswidrigem Verhalten Bußgelder von 10 bis zu 30 Euro vor.Eine Bußgeldstrafe beschränkt sich in diesem Zusammenhang nicht nur auf das zu schnelle oder unaufmerksame Fahren sondern auch auf nicht vorhandene oder nicht funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtungen am Rad.

Eine ausreichende Beleuchtung und Sichtbarkeit im Straßenverkehr sollte im eigenen Interesse selbstverständlich sein, genau wie das Tragen eines Helms, so heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

Würzburg will eine "Miteinanderzone" schaffen

"Alle Verkehrsteilnehmer sollten die Verkehrsregeln einhalten, vorsichtig und vorausschauend agieren, aufeinander Rücksicht nehmen. In Aschaffenburg hat sich der Begriff Miteinanderzone für die Fußgängerzone eingebürgert, dieser Ausdruck bringt gut auf einen Nenner, was auch wir in Würzburg haben wollen", kommentiert Ordnungsreferent Wolfgang Kleiner die anstehenden Kontrollen und das Gesamtkonzept.

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