Würzburg
Schüsse bei Feuerwehrfest

Wie im Wahn: Mann (70) schießt Nachbarn (55) in den Rücken - Täter wird freigesprochen

Bei einem Feuerwehrfest in Giebelstadt bei Würzburg im Juni 2018 hat ein damals 70-Jähriger seinem 55-jährigen Nachbarn in den Rücken geschossen. Das Opfer ist seither querschnittsgelähmt. Nun wurde der Schütze vor Gericht freigesprochen. Frei ist er dennoch nicht.
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Der damals 70-Jährige hatte seinem Nachbarn bei einem Feuerwehrfest hinterhältig in den Rücken geschossen. Das Opfer ist seither querschnittsgelähmt. Symbolfoto: Patrick Pleul
Der damals 70-Jährige hatte seinem Nachbarn bei einem Feuerwehrfest hinterhältig in den Rücken geschossen. Das Opfer ist seither querschnittsgelähmt. Symbolfoto: Patrick Pleul

Im Juni 2018 hat ein Landwirt einem Nachbarn bei einem Feuerwehrfest in Giebelstadt in den Rücken geschossen. inFranken.de hatte bereits damals ausführlich über den tragischen Fall berichtet. Darüber hinaus war dies nicht die erste Tat des Angeklagten und dieser hätte unter anderen Umständen bereits eine Haftstrafe absitzen müssen. Trotzdem ist der Mann nun vor Gericht freigesprochen worden.

Richter halten Mann für schuldig - sprechen ihn wegen Wahnvorstellungen aber schuldunfähig

Die Richter am Landgericht Würzburg hielten die Tat und die Mordabsicht in ihrem Urteil am Donnerstag für bewiesen, den 71-jährigen Deutschen jedoch für schuldunfähig. Laut einem Gutachten leidet er an psychotischen Wahnvorstellungen. Wegen Wiederholungsgefahr ordneten die Richter die Unterbringung in einer Psychiatrie an. Zwischendurch konnte der Angeklagte während des Prozesses jedoch kaum etwas davon hören, was im Gerichtssaal gesagt wird.Deshalb feierte ein Schriftdolmetscher Premiere vor Gericht.

Der Landwirt hatte auf einem Feuerwehrfest in Giebelstadt (Landkreis Würzburg) im Juni 2018 von hinten auf seinen Nachbarn geschossen. Das Opfer ist seither querschnittsgelähmt. Der Landwirt sagte im Prozess, er habe sich von seinem Nachbarn verfolgt gefühlt. Er warf diesem unter anderem vor, seine Kühe mit Nägeln verletzt und seinen Traktor mit Säure verätzt zu haben. Staatsanwalt, Opferanwalt und Verteidiger waren in ihren Plädoyers ebenfalls von Schuldunfähigkeit ausgegangen.

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