Würzburg
Festnahme

Wegen fehlendem Fahrschein in Lebensgefahr: Mann will auf Güterzug zu Apotheke fahren

Weil er zu einer Apotheke nach Fürth wollte, versteckte sich ein Mann auf einem Güterzug. Die Polizei musste den Zug stoppen - doch der hätte den blinden Passagier sowieso nicht an sein Ziel gebracht.
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Weil er zu einer Apotheke nach Fürth wollte, versteckte sich ein Mann auf einem Güterzug unter einem Sattelauflieger. Foto: Bundespolizei Würzburg
Weil er zu einer Apotheke nach Fürth wollte, versteckte sich ein Mann auf einem Güterzug unter einem Sattelauflieger. Foto: Bundespolizei Würzburg

Am Sonntagnachmittag wurde die Würzburger Bundespolizei wegen einer ungewöhnlichen Zugreise alarmiert: Ein Mann war auf einen Güterzug geklettert, um auf diese Weise zu einer Apotheke in Fürth zu gelangen.

Im Versteck zum Würzburger Hauptbahnhof

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Würzburg wurde die Polizei gegen 13.40 Uhr von einem Reisenden darüber informiert, dass er beobachtet habe, wie ein Mann auf einen Güterzug im Würzburger Bahnhof geklettert war und sich dort unter einem Sattelauflieger versteckt hatte. Der Zug stand zu diesem Zeitpunkt an der Haltestelle Würzburg-Süd und fuhr anschließend Richtung Hauptbahnhof weiter. Dort wurde er von der Bundespolizei gestoppt.

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Die Beamten holten den 38-Jährigen aus seinem Versteck. Bei der Befragung gab der in Nürnberg lebende Mann an, er habe keinen Fahrschein lösen können und wollte deshalb mit dem Güterzug zu einer Apotheke nach Fürth fahren. Für die Fahrt nach Würzburg konnte er ein gültiges Ticket vorzeigen. Der Güterzug wäre jedoch in die entgegengesetzte Richtung gefahren. Dass er sich während seiner Fahrt auf dem Güterzug in Lebensgefahr befand, sei ihm nicht bewusst gewesen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Erschleichung von Leistungen.

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