Würzburg
Zu tief in die Flasche geschaut

Nur mit OP-Hemd bekleidet: Mann sitzt in Würzburger Hauptbahnhof fest

Ein Mann, nur mit einem OP-Hemd bekleidet, fiel Passanten im Würzburger Hauptbahnhof auf. Den konnte der 31–Jährige eigenständig nicht mehr verlassen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Würzburger Hauptbahnhof fiel ein Mann auf: Er war nur mit einem OP-Hemd bekleidet. Foto: Daniel Karmann dpa
Im Würzburger Hauptbahnhof fiel ein Mann auf: Er war nur mit einem OP-Hemd bekleidet. Foto: Daniel Karmann dpa

Passanten teilten der Bundespolizei gegen 14 Uhr mit, dass eine betrunkener Mann, der mit einem OP-Hemd bekleidet ist, am Eingang des Würzburger Hauptbahnhofes sitzt und Wodka trinkt.

Aufgrund der starken Alkoholisierung war es dem 31-jährigen Deutschen nicht mehr möglich, den Bahnhof eigenständig zu verlassen. Nachdem die Kollegen die Flasche Wodka sichergestellt hatten, wurden diese wüst beschimpft und beleidigt.

Stolzer Wert auf dem Alkomaten

Die anschließende Mitnahme zur Dienststelle versuchte der Mann durch Tritte und Schläge gegen die Kollegen zu verhindern. Auch auf der Dienststelle leistete er noch Widerstand. Verletzt wurde jedoch niemand. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von über 3 Promille. Ein hoher Wert, aber nicht so hoch wie der einer Frau aus Augsburg: Sie zerstörte mit ihren 5,2 Promille den Alkomaten.

Ermittlungen ergaben, dass der 31-Jährige bereits am Vortag (4. Dezember) in Schutzgewahrsam genommen werden musste. Wegen Alkoholmissbrauch wurde er in eine Würzburger Klinik eingeliefert, die er erst vor wenigen Stunden verlassen hatte.

Nachdem er seinen Rausch in der Zelle ausgeschlafen hatte, konnte er noch am Abend aus dem Gewahrsam entlassen werden. Ermittlungen wegen Beleidigung, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.