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Unterfranken: Polizei warnt vor Erpressung nach "Sexting" im Internet

Die Polizei in Unterfranken warnt vor einer weit verbreiteten Masche. Die Opfer werden nach engerem Kontakt über das Internet nach sogenanntem "Sexting" mit den gesendeten Inhalten erpresst.
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Die Betrüger betreiben ihre Masche über Chat-Kontakt im Internet. Symbolbild: pixabay/methodshop
Die Betrüger betreiben ihre Masche über Chat-Kontakt im Internet. Symbolbild: pixabay/methodshop

Über Wochen hatte er die Erpressung einer Frau aus dem Landkreis Würzburg vorbereitet und geplant. Schließlich konnte er ordentlich Beute machen.

Erstkontakt über Facebook

Zu Beginn suchte der Täter Kontakt über Facebook zur späteren Geschädigten. Über einen längeren Chatverlauf und Videokontakt entwickelte er einen engeren Umgang zur Frau, bis sie ihm schließlich intime Fotos schickte. Einige Zeit später bat er sie, einen Koffer aus der Türkei für ihn anzunehmen und fragte nach ihrer Anschrift. Da durch den anhaltenden Chat-Kontakt ein Vertrauensverhältnis seitens der Frau aufgebaut war, willigte sie ein. Doch ein Koffer kam nicht.

Rechnung über 3000 Euro

Denn statt des angekündigten Gepäckstücks, erhielt die Frau eine Rechnung über 3000 Euro, die unter anderem für Transportkosten gestellt war. Da die Frau sich weigerte den Betrag zu bezahlen, drohte der Erpresser damit, die intimen Fotos zu veröffentlichen. Später kam es sogar zu einer Gewaltandrohung. Deswegen überwies die Geschädigte das Geld letztlich doch.

Kripo Würzburg warnt

Die Kriminalpolizei Würzburg mahnt zur Vorsicht, größere Geldbeträge an Personen zu überweisen, zu denen im Vorfeld lediglich virtueller Kontakt bestanden hat. Auch wird vor der Übersendung intimer Fotos im Internet gewarnt, hier sei äußerste Vorsicht geboten. Sollte es dazu kommen, dass ein Opfer nach einem "Sexting"-Kontakt erpresst wird, raten die Beamten nicht auf die Forderungen einzugehen und die Polizei zu verständigen.



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