Thüngersheim
Feuer-Unfall

Unterfranken: Ethanol-Einsatz am Lagerfeuer fordert drei Verletzte

Beim Wiederentzünden eines Lagerfeuers bei einer Gartenfeier im Kreis Würzburg sind drei Frauen verletzt worden. Ein Nachbar entzündete Bio-Ethanol, dann nahm das Unglück seinen Lauf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim Wiederentzünden eines Lagerfeuers bei einer Gartenfeier im Kreis Würzburg sind drei Frauen verletzt worden.  Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Beim Wiederentzünden eines Lagerfeuers bei einer Gartenfeier im Kreis Würzburg sind drei Frauen verletzt worden. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Bei dem Versuch ein Lagerfeuer mit Bio-Ethanol zu entzünden, sind am Sonntagabend drei Frauen im Landkreis Würzburg verletzt worden. Sie wurden allesamt in naheliegende Krankenhäuser gebracht. Den Verursacher erwartet nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Am Sonntagabend wollten laut Polizeiangaben in Thüngersheim mehrere Personen anlässlich einer Gartenfeier in der Mainau ein Lagerfeuer entzünden. Weil sie keine geeignete Anzündhilfe hatten, riefen sie einen Nachbarn um Hilfe. Dieser brachte am Rand der Feuerstelle Bio-Ethanol aus und entzündete dieses. Als das Feuer wenig später ausging, baten sie ihn nochmals um Unterstützung.

Als der Nachbar nochmals vorsichtig das Bio-Ethanol am Rand ausbringen wollte, entzündeten sich offensichtlich bereits beim Öffnen der Flasche die freiwerdenden Ethanoldämpfe an einem Funken. Hierbei wurde die Flasche gegen den Oberschenkel des 37-Jährigen geschleudert.

Gleichzeitig spritzte Ethanol aus der Flasche über die Feuerstelle und entzündete sich hier abermals an einem Funken. Die brennende Flüssigkeit landete auf den gegenüber sitzenden Gästen - drei Frauen im Alter 38, 40 und 49 Jahren. Deren Kleidung fing sofort Feuer, konnte jedoch durch den Verursacher und weitere Gäste gelöscht werden.
Alle drei Frauen mussten durch den Rettungsdienst nach einer Erstbehandlung vor Ort ins Krankenhaus gebracht werden. Während zwei Leichtverletzte dieses nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnten, musste die 49-jährige Geschädigte die Nacht im Krankenhaus verbringen.

Den 37-jährigen Verursacher erwartet nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.