Marktheidenfeld
Autobahn gesperrt

Unterfranken: Explosionsgefahr und Sperrung nach Lkw-Brand auf A3 - Rettungsgasse blockiert

Die A3 in Unterfranken musste am Dienstag gesperrt werden: Ein Sattelzug fing laut Polizei in einer Baustelle Feuer. Die Rettungsfahrzeuge konnten die Einsatzstelle nicht über die Autobahn erreichen. Alle Infos im Überblick.
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Ein Lkw-Brand auf der A3 sorgt am Dienstag für ein Verkehrschaos: Laut Polizei bestand Explosionsgefahr auf der Autobahn. Die A3 musste bei Würzburg (Unterfranken) in beide Richtungen komplett gesperrt werden - die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden.

Wie die Polizei vermeldete, brannte der Lkw in einem Baustellenbereich. Der Lkw hat Feuerlöscher geladen - daher bestand Explosionsgefahr. Dabei machte die blockierte Rettungsgasse den Einsatzkräften Probleme: Wie die Feuerwehr mitteilt, blockierten mehrere Lkw die Rettungsgasse.

A3: Lkw brennt komplett ab

Der Vorfall hat sich zwischen den A3-Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn ereignet. Um 10.20 Uhr hatte ein Lkw-Fahrer der Rettungsleitstelle mitgeteilt, dass auf der A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt im Baustellenbereich bei Marktheidenfeld ein Sattelzug samt Auflieger brennen würde.

Die Autobahn wurde in der Folge auf Höhe des Parkplatzes Kohlsberg in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Da der Laster unter anderem auch Feuerlöscher geladen hatte, musste aufgrund der nicht auszuschließenden Explosionsgefahr ein Sicherheitsbereich abgesperrt werden.

Zahlreiche Kräfte der örtlichen Feuerwehren sorgten deshalb neben den Löscharbeiten auch für die Kühlung der Ladung. Aufgrund der teilweise blockierten Rettungsgasse kamen die Feuerwehrleute nur schwierig zum Einsatzort: Glücklicherweise konnten sie über den Parkplatz Bärnroth ausweichen. Diese Probleme sind kein Einzelfall: laut DRK ist die Rettungsgasse sogar in 80 Prozent aller Fälle blockiert.

Schaden noch nicht abschätzbar

Laut Polizei bereiten die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Löschung des Brandes vor. Vor Ort wurde niemand verletzt. Der Grund für den Ausbruch des Feuers ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Höhe des Sachschadens ist zur Stunde noch nicht abschätzbar, wird aber im sechsstelligen Bereich liegen.

Das Wrack des Sattelzuges wird derzeit geborgen, hierfür ist spezielles Gerät und auch ein Kran notwendig. Die Sperrung der beiden Fahrtrichtungen auf der A 3 wird aller Voraussicht nach noch mehrere Stunden andauern. Laut einer Polizeisprecherin gestalten sich die Räumungsarbeiten auf der A3 schwierig: "Die geladenen Feuerlöscher können umweltgefährdende Stoffe enthalten. Das muss vor der Räumung überprüft werden."mit dpa

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