Würzburg
Flucht

60 Kilometer quer durch Unterfranken: Mann flüchtet aus gutem Grund vor Polizei

Er wollte nicht kontrolliert werden, und das aus gutem Grund: Ein Mann flüchtete am Freitag vor der Polizei durch halb Unterfranken.
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Eine filmreife Verfolgungsjagd lieferte sich ein Mann aus dem Landkreis Bamberg am Freitag mit der Polizei in Unterfranken. Auf der A3 begonnen, führte seine Flucht über 60 Kilometer lang durch den Kreis Würzburg. Am Ende stand ein Unfall. Foto: Rosa-Maria Rinkl / Wikimedia Commons
Eine filmreife Verfolgungsjagd lieferte sich ein Mann aus dem Landkreis Bamberg am Freitag mit der Polizei in Unterfranken. Auf der A3 begonnen, führte seine Flucht über 60 Kilometer lang durch den Kreis Würzburg. Am Ende stand ein Unfall. Foto: Rosa-Maria Rinkl / Wikimedia Commons

Unfall nach langer Verfolgungsjagd durch Unterfranken: Mann aus Kreis Bamberg flüchtet über 60 Kilometer weit vor Polizei - zwei Verletzte: Nach einer Verfolgungsfahrt am Freitagabend, die auf der A3 bei Kist im Landkreis Würzburg begann und in Schwebheim im Landkreis Schweinfurt endete, sucht die Polizei jetzt Zeugen. Wie das Präsidium aus Unterfranken in seiner Pressemeldung schreibt, sollte der 28-jährige Fahrer, der am Steuer des geflüchteten Wagens saß, einer Kontrolle unterzogen werden. Jedoch gab er Gas.

Polizei will Mann kontrollieren - doch der gibt Gas

Gegen 19.30 Uhr war der Renault auf der A3 bei Kist in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs und ins Visier einer Streife geraten. Die Beamten wollten das Auto mit Bamberger Zulassung kontrollieren. Der Fahrer am Steuer gab jedoch Gas und fuhr mit hoher Geschwindigkeit bis zur Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach. Er verließ die A3, ignorierte weiterhin die Anhaltesignale und setzte seine waghalsige Fahrt auf der Staatsstraße 2271 fort. Eine ähnlich spektakuläre Verfolgungsjagd ereignete sich zu Monatsbeginn in Oberfranken: Schuld war der Beifahrer.

Rücksichtlos und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr der Tatverdächtige über Schwarzach nach Volkach, weiter Richtung Fahr, Stammheim und Hirschfeld. Zwischen Röthlein und Schwebheim endete die Fahrt des - wie sich später herausstellte - 28-Jährigen aus dem Landkreis Bamberg unfreiwillig, als er im Bereich der Unterführung zur B286 die Kontrolle verlor und ins Schleudern geriet. Sein Renault erfasste dabei ein uniformiertes und ein ziviles Dienstfahrzeug der Polizei. Zwei Beamte wurden leicht verletzt. Der 28-Jährige erlitt ebenfalls Verletzungen und wurde in eine Klinik eingeliefert.

Verkehrsteilnehmer sollen sich melden

Die Polizei hat die Ermittlungen unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Verkehrsteilnehmer, die auf der A3 oder den Staatsstraßen 2271 und 2277, von dem Renaultfahrer gefährdet oder geschädigt wurden, werden gebeten, sich unter Tel. 09722/9444-130 bei der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck zu melden.

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