Kist
Vollsperrung der A3

Gaffer filmen Lkw-Brand - Ärger mit Rettungsgasse mit A3

Nach einem schweren Lkw-Unfall bei Würzburg und Feuer auf der Autobahn wurde die A3 voll gesperrt. Es gab sechs Verletzte - und wieder Probleme mit der Rettungsgasse. Über 100 Rettungskräfte waren vor Ort. Zahlreiche Gaffer filmten das Geschehen.
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Feuer und Rauch auf der A3: Nach einem Unfall am Donnerstag ist die A3 komplett gesperrt. Foto: News5/Merzbach
Feuer und Rauch auf der A3: Nach einem Unfall am Donnerstag ist die A3 komplett gesperrt. Foto: News5/Merzbach
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Update, 11.06.2019: Polizei zeigt 13 Gaffer an

Der schwere Unfall auf der A3 bei Würzburg lockte Schaulustige an. Die Polizei reagiert nun auf die Gaffer: Insgesamt 13 Personen wurden angezeigt, da sie dabei erwischt wurden, wie sie mit Smartphones die Szenerie rund um den Unfall filmten.

Update am 7. Juni 2019 um 7.45 Uhr

Die Polizei teilte am Freitagmorgen mit, dass die Sperrung der A3 bei Würzburg aufgehoben wurde. Der Verkehr in Richtung Nürnberg rollt wieder.

Nach einem Unfall wurde die A3 bei Würzburg in beide Richtungen komplett gesperrt: Dicke Rauchschwaden zogen über die Autobahn, insgesamt drei Lkw brannten komplett aus. Am Donnerstagabend ist klar: Die Fahrbahn wurde so stark beschädigt, dass die Strecke auch am Freitag teilweise gesperrt werden muss. Erst am Dienstag hatte es einen schweren Unfall auf der A3 gegeben. Auch damals war ein Lkw beteiligt.

Wie die Polizei gegenüber inFranken.de bestätigt, kam es am Donnerstag gegen 14.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kist und Heidingsfeld zu einem folgenschweren Unfall: Ein Sattelzug war in Richtung Nürnberg unterwegs, als der Fahrer offenbar das dortige Stauende nicht oder zu spät erkannte. Es kam zum Auffahrunfall, woraufhin die zwei vorausfahrenden Gespanne und ein Klein-Lkw zusammengeschoben wurden.

A3 bei Würzburg: Drei Lkw in Flammen

Die drei beteiligten Sattelzüge gingen unmittelbar nach der Kollision in Flammen auf. Die jeweiligen Insassen konnten sich selbstständig ins Freie retten. Der Fahrer des rumänischen Lastwagens wurde schwer und fünf Personen aus den anderen Fahrzeugen leicht verletzt. Alle kamen in Krankenhäuser. Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei im Einsatz. Die Polizei bittet Autofahrer, dass Gebiet weiträumig zu umfahren.

Die beteiligten Fahrzeuge müssen von Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Gesamtschadenshöhe dürfte ersten Schätzungen zufolge mehrere hunderttausend Euro betragen.

Fahrbahn stark beschädigt - A3 auch am Freitag gesperrt

Nachdem die A 3 zwischenzeitlich komplett gesperrt war, wurden mittlerweile zwei Spuren in Richtung Frankfurt wieder für den Verkehr freigegeben werden. Da auch die Fahrbahndecke in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist zur Instandsetzung der Fahrbahn die Sperrung der Richtungsfahrbahn Nürnberg voraussichtlich bis Freitagvormittag notwendig. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird somit auch der Berufsverkehr am Freitagmorgen von der Sperrung betroffen sein.

Der Verkehr wird weiterhin an der Anschlussstelle Kist abgeleitet. Betroffene Verkehrsteilnehmer werden gebeten, der Umleitungsbeschilderung zu folgen. Darüber hinaus wurde eine großräumige Umleitung für den Verkehr ab Frankfurt am Main in Richtung Süden eingerichtet.

Keine Rettungsgasse - Einsatzkräfte kommen nicht zur Unfallstelle

Im Stau in Richtung Nürnberg gab es erneut Probleme mit der Rettungsgasse kommt. Die Rettungs- und Bergungsfahrzeuge gelangen nur schwer zur Unfallstelle. Die Polizei bittet dringend darum, die Rettungsgasse freizumachen: Nur so könnten die Arbeiten schnell vorangehen. Die Polizei kämpft in den letzten Wochen verstärkt gegen Gaffer und Autofahrern, die die Rettungsgasse blockieren: Berühmtheit hat Polizist Stefan Pfeiffer gewonnen: Er war nach einem tödlichen Unfall A6 gegen Gaffer vorgegangen.

Wie lange der Verkehr noch behindert wird, ist derzeit noch unklar.

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