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Tuberkulose-Fall an Uni-Klinik in Würzburg: Über 300 Menschen mussten getestet werden

Ein Mitarbeiter des Würzburger Uni-Klinikums hatte sich selbst mit Tuberkulose angesteckt - und dann Kontakt mit vielen Patienten. Viele mussten nun selbst untersucht werden.
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Über 300 Menschen mussten in Würzburg auf Tuberkulose untersucht werden, weil die gefährliche Krankheit im Oktober bei einem Mitarbeiter des Klinikums diagnostiziert wurde. Foto: Robert-Koch-Institut/Gudrun Holland
Über 300 Menschen mussten in Würzburg auf Tuberkulose untersucht werden, weil die gefährliche Krankheit im Oktober bei einem Mitarbeiter des Klinikums diagnostiziert wurde. Foto: Robert-Koch-Institut/Gudrun Holland

Nach dem Auftreten eines Falles von offener Tuberkulose an der Würzburger Uniklinik Ende Oktober vergangenen Jahres hat sich kein weiterer Patient oder Mitarbeiter angesteckt. Wie das Landratsamt und das Klinikum am Montag gemeinsam mitteilten, wurde das Blut Hunderter Patienten und Mitarbeiter untersucht - eben von allen, die von Anfang September bis Ende Oktober Kontakt zu dem an Tuberkulose erkrankten Klinik-Mitarbeiter hatten. Insgesamt wurde das Blut von 188 Patienten und 123 Mitarbeitern nach Auffälligkeiten untersucht, hieß es.

Weil man anhand des Bluttests allerdings nicht unterscheiden kann, ob die Tuberkuloseerkrankung gerade erst oder vor Jahren geschehen ist, wurden bei 16 Patienten wegen der Ergebnisse weitere Untersuchungen vorgenommen - etwa eine Röntgenuntersuchung der Lunge. Auch dabei sei kein Fall von neuer Tuberkuloseerkrankung festgestellt worden. Bei einem Patienten allerdings hätten die Ärzte eine Antibiotika-Behandlung empfohlen. Bei den Mitarbeitern gab es nur einen auffälligen Bluttest, der allerdings von einer früheren Tuberkulose-Infektion herrührte.

Uniklinikum und Landratsamt stellten noch einmal klar, dass für eine Infektion ein mehrstündiger Kontakt in geschlossenen Räumen oder ein einmaliger enger Kontakt nötig sei. Tuberkulose lasse sich mit Medikamenten erfolgreich behandeln. Bei ausreichend langer Therapie und zuverlässiger Einnahme der Medikamente könne die Krankheit meist geheilt werden.

Bei einem ähnlichen Fall in Bamberg mussten 2018 etwa 1000 Mütter und Babys wegen Verdacht auf Tuberkulose untersucht werden.

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