Würzburg
Bakterien

Trinkwasser in Unterfranken: Abkochgebot teilweise aufgehoben - viele Gemeinden weiter betroffen

Das wegen verunreinigten Trinkwassers in Unterfranken erlassene Abkochgebot gilt weiterhin für einige Gemeinden im westlichen Landkreis Würzburg. Für eine Kommune hat das Landratsamt am Dienstag Entwarnung gegeben.
Artikel drucken Artikel einbetten
In einigen Gemeinden des Landkreises Würzburg  muss Leitungswasser weiter abgekocht werden. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa
In einigen Gemeinden des Landkreises Würzburg muss Leitungswasser weiter abgekocht werden. Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Update vom 18. September 2018: Aufhebung des Abkochgebots für das Trinkwasser in Zell am Main

Nach mehreren Nachbeprobungen des Trinkwassers in Zell am Main wurde ein ausreichender Chlornachweis im Trinkwasser-Ortsnetz von Zell am Main festgestellt.Daher kann das Abkochgebot für Zell am Main ab sofort aufgehoben werden, teilt das Landratsamt Würzburg mit.

Dennoch gilt zu beachten, dass das vorsorgliche Abkochgebot für die restlichen betroffenen Gemeinden im westlichen Landkreis Würzburg (Eisingen, Erlabrunn, Helmstadt mit Holzkirchhausen, Hettstadt, Höchberg, Kist, Leinach, Neubrunn mit Böttigheim, Thüngersheim, Uettingen, Waldbüttelbrunn mit Roßbrunn und Mädelhofen) weiterhin bestehen bleibt.

Das Trinkwasser aus dem Hochbehälter Zellingen wird nach wie vor gechlort. Die Chlorung ist für die Bevölkerung gesundheitlich unbedenklich.

Die Hotline des Gesundheitsamtes ist unter der Telefonnummer 0931 8003-5984 zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes (Montag bis Freitag 7.30 bis 12.00 Uhr, Montag und Donnerstag von 14.00 bis 16.30 Uhr) für Fragen erreichbar.

Erstmeldung:

Für die Landkreise Würzburg und Main-Spessart gilt ab sofort ein Abkochgebot für Trinkwasser: Bei einer Untersuchung wurden kürzlich Verunreinigungen festgestellt.

Das Gesundheitsamt und der Zweckverband Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM) haben eine Pressemitteilung herausgegeben, in der vor verunreinigtem Trinkwasser in den beiden Landkreisen gewarnt wird. Betroffen sind diejenigen Gebiete, die an das Netz des FWM angeschlossen sind. Konkret handelt es sich dabei um die Gemeinden Eisingen, Erlabrunn, Helmstadt mit Holzkirchhausen, Hettstadt, Höchberg, Kist, Leinach, Neubrunn mit Böttigheim, Thüngersheim, Uettingen, Waldbüttelbrunn mit Roßbrunn und Mädelhofen, Zell und Zellingen mit Retzbach.

Kreis Würzburg: 32-Jähriger bittet Polizei um Hilfe und wird daraufhin angezeigt

Laut Angaben der FWM wurde bei einer routinemäßigen Untersuchung von Trinkwasserproben eine erhöhte Anzahl von Enterokokken festgestellt, die den normalen Grenzwert überschritt. Der Bevölkerung wird daher empfohlen, das Trinkwasser bis auf Weiteres abzukochen. Der Zweckverband empfiehlt dafür, das Wasser zum Abtöten von Krankheitserregern kurz kräftig sprudelnd aufzukochen. Diese Vorsichtmaßnahme gilt vor allem für die Getränke- und Lebensmittelvorbereitung, das Abwaschen von Lebensmitteln, das Geschirrspülen von Hand, Zähneputzen und die Versorgung von Haustieren. Außerdem wird empfohlen für die Zubereitung von Babynahrung zunächst auf Mineralwasser umzusteigen.

Kreis Main-Spessart: Auto prallt frontal gegen Behinderten-Bus

Der Zweckverband kümmert sich nun darum, die Verunreinigungen aus dem Trinkwasser zu beseitigen, dies kann allerdings einige Tage dauern. Betroffene Haushalte sollten dabei beachten, dass für die Bereinigung Chlor eingesetzt wird. Das Trinkwasser könnte dadurch den typischen Chlorgeruch annehmen, was allerdings nicht gesundheitsschädigend ist.

Das Gesundheitsamt Würzburg Stadt und Land hat zudem eine Notfall-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0931/8003-5984 können sich Bürger bei Nachfragen melden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren