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Würzburg
2. Bundesliga

Würzburger Kickers mit großem Respekt zu Union Berlin

Die Gemütslagen könnten nicht unterschiedlicher sein. Während die Kickers noch auf den ersten Sieg 2017 warten, strotzen die Berliner vor Selbstvertrauen.
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Die Würzburger Torwart Robert Wulnikowski (l.) und Sebastian Neumann unterhalten sich nach dem Abpfiff beim Hinspiel der Würzburger Kickers gegen Union Berlin. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Würzburger Torwart Robert Wulnikowski (l.) und Sebastian Neumann unterhalten sich nach dem Abpfiff beim Hinspiel der Würzburger Kickers gegen Union Berlin. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Würzburger Kickers blicken ihrer nächsten Aufgabe in der 2. Fußball-Bundesliga am Freitag (18.30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin mit großem Respekt entgegen. "Union ist die Mannschaft der Stunde in der 2. Bundesliga. Es ist sensationell, was sich dort entwickelt hat", sagte Trainer Bernd Hollerbach vor der Dienstreise.

Die Berliner gewannen ihre vergangenen drei Spiele und sind seit sechs Partien ungeschlagen. Damit liegen sie auf Relegationsrang drei. Die Würzburger sind hingegen seit fünf Auswärtsspielen sieglos, als Tabellenachter warten sie noch immer auf ihren ersten Dreier in diesem Jahr. "Wir müssen in den Zweikämpfen präsent sein und wollen schnell umschalten", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Ernst.

Der 1. FC Union Berlin strotzt derweil vor Selbstbewusstsein und will auch im siebten Spiel hintereinander ungeschlagen bleiben. "Uns ist es egal, gegen wen wir spielen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, wird es unheimlich schwer, gegen uns zu gewinnen", sagte Union-Trainer Jens Keller. "Würzburg spielt eine sehr gute Saison als Aufsteiger - das wissen wir."


Rückkehrer Wulnikowski

Die Würzburger bringen einen guten Bekannten mit nach Köpenick. Torwart-Routinier Robert Wulnikowski spielte zwischen 1999 und 2004 für Union. In dieser Zeit absolvierte er 54 Zweitligaspiele für die Eisernen.
"Auch wenn mein letztes Jahr dort sicherlich ein schwieriges war und wir sportlich wie finanziell Probleme hatten, so blicke ich sehr gerne auf eine erfolgreiche Zeit bei einem tollen Club zurück", sagte der inzwischen 39-Jährige.

Bei den Berlinern steht Torwart Daniel Mesenhöler vor seinem sein Punktspiel-Debüt. Er wird den am linken Oberschenkel verletzen Stammkeeper Torwart Jakob Busk vertreten.


Vor 80.000 in Dortmund überzeugt

Union-Trainer Jens Keller ist vor dem Liga-Debüt des 21-Jährigen optimistisch, weil Mesenhöler bei seinem bislang einzigen Pflichtspiel-Einsatz in dieser Saison schon überzeugen konnte. Der frühere U-20-Nationaltorwart des 1. FC Köln hatte im DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund (1:4 n.E.) einen starken Auftritt hingelegt.
"Bei Daniel muss man einfach das Spiel gegen Dortmund anschauen, dann ist alles gesagt", meinte Keller. "Er hat bei seinem ersten Profi-Einsatz so eine starke Leistung vor 80.000 Zuschauern abgeliefert. Das war beeindruckend. Er ist mental stark."

Die Torhüter Busk und Mesenhöler würden sich in ihrer Spielanlage gar nicht so sehr unterscheiden: "Beide sind reaktionsschnell und können gezielt den Ball spielen", erklärte Keller. Der Heimauftritt gegen Würzburg sei für Mesenhöler sicher etwas Besonderes. "Mesi ist aber gefestigt. Er hat super trainiert in den letzten Wochen. Wir haben totales Vertrauen in ihn", betonte der Union-Trainer.

Neben Busk fällt wie schon beim 2:0-Sieg gegen 1860 München Linksverteidiger Kristian Pedersen mit einem verletzten Oberschenkel aus. Auch in der kommenden Woche in der Partie beim FC St. Pauli ist mit den beiden Dänen nicht zu rechen. Weiterhin fehlen gegen Würzburg auch Maximilian Thiel (nach Oberschenkelverletzung) und Dennis Daube (nach Schulter-OP). Die beiden Mittelfeldakteure stehen aber zumindest wieder im Mannschaftstraining.
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