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Fußball Relegation

Würzburger Kickers feiern Aufstieg - das Elfmeterdrama im Video

Die Würzburger Kickers steigen nach einem dramatischen Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken im Elfmeterschießen in die 3. Liga auf. Würzburgs Keeper Wulnikowski ist der Held des Tages.
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Matchwinner und Aufstiegsheld der Würzburger Kickers: Torwart Robert Wulnikowski nach dem entscheidenden gehaltenen Elfmeter. Foto: Fabian Frühwirth
Matchwinner und Aufstiegsheld der Würzburger Kickers: Torwart Robert Wulnikowski nach dem entscheidenden gehaltenen Elfmeter. Foto: Fabian Frühwirth
FC Würzburger Kickers - 1. FC Saarbrücken 6:5 i.E. (0:0, 0:1). Tor: 0:1 Felix Luz (60., Foulelfmeter). Elfmeterschießen: 1:0 Haller, 1:1 Mendy, Hohs hält gegen Jabiri, 1:2 Wegner, 2:2 Bieber, 2:3 Fießer, 3:3 Demirtas, Luz trifft an den Pfosten, 4:3 Weißenberger, 4:4 Hahn, 5:4 Schoppenhauer, 5:5 Sauter, 6:5 Nothnagel, Wulnikowski hält gegen Döringer.



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Der FC Würzburger Kickers hat den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Im entscheidenden zweiten Relegationsspiel unterlag der Meister der Regionalliga Bayern nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel dem Südwest-Zweiten 1. FC Saarbrücken mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung. Im anschließenden Elfmeterschießen bewies die Hollerbach-Elf die besseren Nerven und behielt mit 6:5 die Oberhand. Zum Aufstiegshelden avancierte Torhüter Robert Wulnikowski, der das Duell gegen Daniel Döringer für sich entschied.

"Die Mannschaft von Bernd Hollerbach hat sich mit dem Aufstieg in die 3. Liga für eine sensationelle Saison belohnt. Die Kickers haben in beiden Relegationsspielen kühlen Kopf bewahrt und zudem gezeigt, dass sich die Regionalliga Bayern auch sportlich nicht vor den anderen Regionalligen verstecken muss", erklärte Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV).

Kampfbetontes Duell
Vor 10 504 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Dallenberg lieferten sich beide Mannschaften von Beginn an eine kampfbetonte Auseinandersetzung. Die erste Möglichkeit lag in der achten Minute auf Seiten der Würzburger, als Clemens Schoppenhauer nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß von Steven Lewerenz das Gehäuse aus 15 Metern halblinker Position knapp verfehlte. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gäste leichte Feldvorteile, ohne jedoch zu größeren Chancen zu kommen. In der 26. Minute zwang Dennis Wegner mit seinem Kopfball Kickers-Torhüter Robert Wulinikowski zu einer Glanzparade, allerdings hatte die Kugel vor der Hereingabe von dessen Teamkollege Alexandre Mendy bereits die Torauslinie überschritten. Gefährlich wurde es dann noch einmal kurz vor der Pause, als Peter Chrappan eine Freistoßflanke von Sven Sökler auf das Tornetz köpfte.

Nach dem Seitenwechsel gaben zunächst die Kickers den Ton an. In der 52. Minute hatten die FWK-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen. Steven Lewerenz zog aus 20 Metern ab, doch sein Versuch prallte vom linken Innenpfosten ins Feld zurück. In die zwischenzeitliche Würzburger Überlegenheit hinein gingen die Saarländer nach einer Stunde in Führung. Christian Demirtas leistete sich an der linken Strafraumlinie ein unnötiges Foul gegen Sven Sökler. Den fälligen Elfmeter schob Feliz Luz sicher ins rechte Eck.

Die Unterfranken wirkten nach dem Rückstand sichtlich geschockt und hatten in der 72. Minute Glück, dass erneut Luz mit einem sehenswerten Seitfallzieher das Ziel nur knapp verfehlte. Christopher Bieber, dessen Schuss aus spitzem Winkel von der rechten Seite nur knapp am langen Pfosten vorbei flog, leitete die Schlussoffensive der Hollerbach-Elf ein (78.). Eine Minute später zwang der eingewechselte Adam Jabiri FCS-Torhüter David Hohs aus zwölf Metern zu einer Glanztat. In der 88. Minute wurde dem vermeintlichen Ausgleich von Steven Lewerenz die Anerkennung verweigert, da er sich nach Ansicht der Unparteiischen beim Zuspiel von Adam Jabiri im Abseits befunden hatte.

Aufreger in der Verlängerung
Die notwendig gewordene Verlängerung begann gleich mit einem Aufreger, als Alexandre Mendy im Strafraumzentrum ein Handspiel unterlief, das von Schiedsrichter Ittrich nicht geahndet wurde (94). Auf der Gegenseite hatte Marius Willsch nach Vorarbeit von Feliz Luz die Entscheidung auf dem Fuß (99.). Anschließend hielt David Hohs seine Farben gegen den freistehenden Adam Jabiri im Spiel (104.). Alexandre Mendy für Saarbrücken (109.) und Liridon Vocaj für Würzburg (114.) hatten im nun offenen Schlagabtausch die letzten Gelegenheiten.

Im Elfmeterschießen wurde Torhüter Wulnikowski zum Helden und wehrte den Strafstoß von Döringer ab. Zuvor war Jabiri an Hohs gescheitert. Feliz Luz hatte nur den Pfosten getroffen. Haller, Bieber, Demirtas, Weißenberger, Schoppenhauer und Nothnagel hatten für die Würzburger getroffen. Wendy, Wegner, Fießer, Hahn und Sauter waren für Saarbrücken erfolgreich. Quelle: BFV

Würzburg: Wulnikowski - Demirtas, Herzig (90. Weißenberger), Schoppenhauer, Nothnagel - Karsanidis, Billick (66. Jabiri) - Lewerenz, Haller, Shapourzadeh (11. Vocaj) - Bieber.

Saarbrücken: Hohs - Kunert (76. Sauter), Chrapan, Hahn, Meyerhöfer (58. Willsch) - Döringer, Fießer - Mendy, Sökler (85. Taylor), Wegner - Luz.

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg).

Zuschauer: 10.504.

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