Würzburg
Überschallknall

Überschallknalle in Unterfranken am Donnerstag: Kein Funkkontakt zu Flugzeug

Am Donnerstagmorgen wurden viele Menschen in Unterfranken von einem lauten Knall aufgeschreckt. Die Polizei klärt über die Hintergründe auf: Der Einsatz von Düsenjets ist verantwortlich für den Aufruhr.
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Düsenjäger haben am Donnerstag für Aufregung in Unterfranken gesorgt. Symbolbild: Axel Heimken/dpa
Düsenjäger haben am Donnerstag für Aufregung in Unterfranken gesorgt. Symbolbild: Axel Heimken/dpa

Zwei extrem laute Knallgeräusche haben in Unterfranken und in Südhessen zahlreiche Menschen erschreckt. Viele von ihnen riefen am Donnerstagmorgen bei der Polizei an oder schilderten ihre Wahrnehmungen in den sozialen Netzwerken.

Die Polizei konnte indes schon kurze Zeit später Entwarnung geben: Die zeitlich sehr kurz aufeinanderfolgenden lauten Geräusche waren Überschallknalle, wie ein Polizeisprecher sagte. "Die kamen von zwei Kampfflugzeugen der Bundeswehr, die bei Neuburg an der Donau aufgestiegen sind, weil der Funkkontakt zu einer Passagiermaschine abgebrochen war."

Bereits kurze Zeit später sei das Flugzeug, das auf dem Weg von Rumänien nach Brüssel war, allerdings wieder via Funk erreicht worden, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. "Eine gute Viertelstunde nach dem Start der Eurofighter bestand wieder Kontakt zu dieser zivilen Maschine. Der Pilot hat also seinen Fehler bemerkt und die richtige Frequenz eingestellt."

Eurofighter werden alarmiert

Der deutsche Flugraum ist in 80 Sektoren eingeteilt. Immer wenn ein Flugzeug in einen Sektor einfliegt, muss es die Funkfrequenz wechseln. Tut es das nicht, wird routinemäßig eine Alarmrotte aus zwei Eurofightern der Bundeswehr alarmiert, die sich in der Luft ein Bild von der Lage macht. Das laute Knallgeräusch wird ausgelöst, wenn die Abfangjäger die Schallmauer durchbrechen.

Erst vor wenigen Tagen hatte ebenfalls ein Überschallflugin Unterfranken für Verwirrung gesorgt. Auch in Mittelfranken gab es nach Knallgeräuschen im Juli Aufregung.

Dass Funkkontakte von Flugzeugen zum Boden abreißen, kommt der Luftwaffe zufolge in Deutschland jährlich 15 bis 20 Mal vor. Dass ein Notfall vorliege, sei die Ausnahme. In der Regel sei ein Bedienfehler der Besatzung Grund für die Funkstille.



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