Würzburg

Vermutlich schon vor Langem gestorben: Hunderte tote Schweine in Stall bei Gelchsheim entdeckt

Nach dem Fund verendeter Schweine in Mastställen wird nun zur Anzahl der toten Tiere und zum Todeszeitpunkt ermittelt.
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In einem Schweinemaststall im Kreis Würzburg wurden mehrere hundert Schweine tot aufgefunden. Nun wird der Fall untersucht. Foto: NEWS5 / Höfig
In einem Schweinemaststall im Kreis Würzburg wurden mehrere hundert Schweine tot aufgefunden. Nun wird der Fall untersucht. Foto: NEWS5 / Höfig
Wie das Landratsamt Würzburg am Dienstag bekannt gab, arbeitet die Fachstellen des Landratsamts zusammen mit der Polizei nach wie vor an der Aufklärung eines Tierskandals. In zwei benachbarten Mastställen im Landkreis Würzburg waren mehrere Hundert tote Schweine gefunden worden.

Bei den Ermittlungen geht es auch um die Anzahl der verendeten Tiere und deren Todeszeitpunkt. Bei der ersten Begehung am Freitag, 6. April 2018 bot sich den Mitarbeitern des Landratsamtes ein undurchsichtiges Bild.

Die beiden Mastställe sind ausgelegt für eine Belegung mit maximal 2.450 Schweinen. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist jedoch davon auszugehen, dass die Ställe nicht vollständig belegt waren. Die genaue Anzahl der verendeten Tiere ist unter anderem Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Zum Todeszeitpunkt der Tiere berichtet das Landratsamt, dass nach ersten Sichtprüfungen die Tiere schon länger verendet sind. Die Mainpost hatte bereits berichtet, dass die Schweine eventuell schon vergangenen November verendet sind. Der exakte Todeszeitpunkt ist ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Am Montag wurden nach Angaben des Landratsamtes Würzburg einige Schweinekadaver zur pathologischen Untersuchung an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen gebracht. Weiter wird von externen Gutachtern geprüft, ob eventuell ein technischer Defekt zum Schweinesterben geführt hat.

Zunächst soll die Stallluft jedoch von einer Fachfirma gereinigt werden. Dieses Verfahren beauftragen die Betreiber der Schweinemastställe, mit denen die Immissionsschutzbehörde in Kontakt steht. Über die Dauer dieser kontrollierten Reinigung kann aktuell keine endgültige Aussage getroffen werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass alleine die Planung, Beschaffung und Durchführung durch die zu beauftragende Fachfirma einige Tage in Anspruch nehmen wird.

Erst nach Reinigung der Luft ist ein gefahrloses Betreten der Mastschweineställe möglich. Aktuell ist die Stallluft durch die Vielzahl der Tierkadaver verunreinigt. Dies wird zusätzlich durch die in den letzten Tagen ansteigende Außentemperatur begünstigt.

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