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Würzburg
Sexueller Übergriff

Versuchte Vergewaltigung in Franken: 29-Jährige zu Boden gerissen - Fahndungserfolg nach zwei Monaten

Eine 29-Jährige wurde am Silvestermorgen sexuell belästigt. Der Täter riss sie in einem fränkischen Park zu Boden: Seitdem suchte die Kripo nach dem Unbekannten. Anhand von DNA-Spuren konnte inzwischen ein Tatverdächtiger ermittelt werden.
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In Unterfranken ist eine Frau sexuell belästigt worden. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen des Vorfalls. Symbolfoto: Adobe Stock/doidam10
In Unterfranken ist eine Frau sexuell belästigt worden. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen des Vorfalls. Symbolfoto: Adobe Stock/doidam10

Im unterfränkischen Würzburg wurde am frühen Silvestermorgen (31. Dezember 2019) eine 29-jährige Frau sexuell belästigt. Angaben der örtlichen Polizei zufolge kam es im Ringpark, nahe der Innenstadt, zu dem Übergriff.

Nach wochenlangen Ermittlungen nach dem zunächst unbekannten Tatverdächtigen, vermeldet die Polizei am Freitag (28. Februar 2020) einen Fahndungserfolg. Anhand von DNA-Spuren konnte die Kriminalpolizei Würzburg einen Tatverdächtigen ermitteln, der nun wegen versuchter Vergewaltigung in Untersuchungshaft sitzt.

Was war geschehen?

Gegen 6 Uhr in der Früh war eine 29-jährige Frau am Silvestermorgen am Würzburger Hauptbahnhof unterwegs. Ein Unbekannter sprach sie zunächst mit "anzüglichen Bemerkungen" an, wie es von Seiten der Polizei heißt. Die Frau ignorierte den Mann und ging in Richtung des Berliner Platzes weiter. Im Ringpark tauchte der Mann jedoch erneut auf: Er riss die 29-Jährige gegenüber des Quellenbach-Parkhauses zu Boden und berührte sie "unsittlich" im Intimbereich. Weiterhin versuchte der Mann wohl die Frau gewaltsam zu entkleiden.

Die Frau wehrte sich vehement, schlug dem Unbekannten ins Gesicht und schrie "lautstark" um Hilfe. Er ließ sie schließlich los und flüchtete. Die 29-Jährige ging daraufhin zu einer Bekannten, die in der Nähe wohnt. Am Nachmittag alarmierte sie die Polizei.

Spurensuche führt zu Erfolg

Die Ermittlungen übernahm schließlich die Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Da der sexuelle Übergriff nach Bekanntwerden einige Stunden zurücklag, war die Fahndung nach dem flüchtigen Täter "nicht mehr erfolgsversprechend", wie die Polizei mitteilt. Die Ermittlungen konzentrierten sich deshalb auf die Suche nach Spuren, die der Täter verursacht haben könnte.

Mittels eines DNA-Abgleichs gelang es schließlich den Tatverdächtigen zu identifizieren. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen volljährigen afghanischen Staatsangehörigen, der zuletzt in Würzburg wohnhaft war. Sein genaues Alter ist aktuell noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg mitteilt.

Verhaftung und Untersuchungshaft

Am Donnerstagnachmittag (27. Februar 2020) entdeckten Kriminalbeamte den Mann im Bereich des Barbarossaplatzes und verhafteten ihn. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde gegen den Mann Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der versuchten Vergewaltigung erlassen.

Dieser Artikel erschien zuerst am 3. Januar 2020. In der Zwischenzeit wurde er um neue Erkenntnisse ergänzt.

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