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Obernburg
Coronavirus

Handschuh-Dealer in der Corona-Krise: Gestern Drogen, heute Einweghandschuhe

In der aktuellen Coronakrise sind gerade Desinfektionmittel und Einweghandschuhe besonders gefragt. Viele Apotheken können der Nachfrage nicht nachkommen und die Regale bleiben leer. Zwei Männer im Landkreis Miltenberg dachten sich eine neue Geschäftsidee aus.
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Schutzhandschuh
Eine weggeworfener Einweg-Schutzhandschuh. Foto: Martin Gerten/dpa

Wer sich vor Corona schützen will, sollte Hände desinfizieren und nach Möglichkeit Handschuhe tragen. Die Nachfrage nach Einweghandschuhen war deshalb in den letzten Tagen so groß, dass viele Apotheken und Supermärkte keinen Nachschub mehr hatten.

Dies brachte zwei Männer aus Obernburg im Landkreis Miltenberg offenbar auf eine Idee: Ein 26- und ein 49-Jähriger dachten augenscheinlich, sie seien besonders clever und schlagen aus der Notlage Profit. Ganz nach dem Motto: viel Nachfrage, wenig Produkte, hoher Preis.

Die beiden Männer wollten einer Apotheke die aktuell heiß begehrten Einweghandschuhe verticken. Mitarbeiter der Apotheke gingen darauf allerdings nicht ein, sondern riefen die Polizei. Die Handschuhe selbst soll ein Beschuldigter wohl vom Arbeitsplatz mitgehen lassen, berichtet die Polizei. Wie genau die Tat abgelaufen ist und woher die Männer die Handschuhe hatten ermittelt aktuell die Obernburger Polizei.