Veitshöchheim
Fasching

"Fastnacht in Franken" 2018: Warum Söder und Seehofer heuer fehlen könnten

Söder und Seehofer gehören zur "Fastnacht in Franken" wie die Nilpferddame Amanda und Kabarettist Michl Müller. Und doch könnten beide heuer fehlen.
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Söder und Seehofer gehören zur "Fastnacht in Franken" wie die Nilpferddame Amanda und Kabarettist Michl Müller. Und doch könnten beide heuer fehlen.  Foto: David Ebener/dpa
Söder und Seehofer gehören zur "Fastnacht in Franken" wie die Nilpferddame Amanda und Kabarettist Michl Müller. Und doch könnten beide heuer fehlen. Foto: David Ebener/dpa
Wegen der noch laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin könnte die Fernsehprunksitzung "Fastnacht in Franken" ohne Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dessen designierten Nachfolger Markus Söder (beide CSU) über die Bühne gehen. "Wir wissen aktuell nicht, wer jetzt vielleicht nicht kommt oder doch kommt. Zugesagt hatten alle Wichtigen", sagte Bernhard Schlereth, Präsident des Fränkischen Fastnacht-Verbandes, am Dienstag im unterfränkischen Veitshöchheim. "Wenn aber in Berlin noch etwas Wichtiges dazwischenkommt, sind wir flexibel und reagieren mit Umstellungen."

Zur "Fastnacht in Franken" kommen traditionell fast alle wichtigen Landespolitiker verkleidet nach Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) und ertragen tapfer die Seitenhiebe und Lästereien der Narren. Auf die Witze auf Kosten der Politiker, allen voran Söder und Seehofer, müssten die Zuschauer dennoch nicht verzichten, sagte Kathrin Degmair, Leiterin des Frankenstudios des Bayerischen Rundfunks (BR). "Wir werden ihnen (den Politikern) den Spiegel vorhalten - so oder so".

Bauchredner Sebastian Reich und seine Nilpferddame Amanda haben sich deshalb heuer besonders intensiv vorbereitet. "Wir haben dieses Jahr natürlich Plan A und Plan B in der Schublade. Und einen Plan C vielleicht auch. Aber es wäre schön, wenn beide da sind", sagte Reich dazu. 


Quotenschlager


Der BR überträgt die etwa dreieinhalbstündige Prunksitzung des Fränkischen Fastnacht-Verbandes live. Sie gilt als der Quotenschlager des Senders. 2017 schauten bundesweit etwa 4,5 Millionen Menschen die "Fastnacht in Franken". Die Sendung wird heuer zum 30. Mal aus Veitshöchheim übertragen. Die erste Sendung 1987 kam noch aus dem oberfränkischen Lichtenfels. 1991 fiel die Sendung wegen des Golfkriegs aus. 

Erstmals wird der Bürgermeister der Gemeinde, Jürgen Götz, die Gäste im Saal und vor den Bildschirmen musikalisch begrüßen. Er wird die Pavel-Sandorf-Bigband mit dem Saxofon begleiten, während seine Frau und seine Schwägerin das Eröffnungslied "Es lebe unsere Fasenacht" singen. 
Abgesehen davon gibt es die übliche Mischung aus Altbewährtem und Neuem. So werden Fastnacht-Stars wie das Duo Volker Heißmann und Martin Rassau, Büttenredner Peter Kuhn, Komiker Michl Müller und die freche Altneihauser Feierwehrkapell'n auftreten. Neu sind Darbietungen eines Chores und eines Männerballetts. 
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