Würzburg
Räumung

Entwarnung nach Bombendrohung an Uni Würzburg: Wer schickte die Drohmail?

Wegen einer anonymen Bombendrohung musste der Uni-Campus am Hubland in Würzburg am Vormittag geräumt werden. Inzwischen gab die Polizei Entwarnung.
Artikel drucken Artikel einbetten
An der Uni Würzburg ist eine Bombendrohung eingegangen. Das Areal am Hubland wurde geräumt. Foto: News5
An der Uni Würzburg ist eine Bombendrohung eingegangen. Das Areal am Hubland wurde geräumt. Foto: News5
Ein Unbekannter hat am Freitag eine anonyme Bombendrohung an die Universität Würzburg gerichtet, wie die Polizei mitteilte. Einsatzkräfte der Polizei führten umgehend Überprüfungen des Uni-Areals am Hubland durch. Dazu wurden die Gebäude am Hubland Campus vorsorglich geräumt. Etwas Gefährliches wurde nicht gefunden. Wer für die Drohung, die nach Angaben der Universität Würzburg am frühen Morgen per Mail eingegangen war, verantwortlich ist, wird derzeit ermittelt.
Nach Eingang der Drohmail hatten die Uni-Verantwortlichen umgehend die Polizei alarmiert. Ein Krisenstab unter Führung der Polizei mit Mitgliedern der Universitätsleitung sowie weiteren Beteiligten analysierte die Situation. In der Folge wurde das Areal am Hubland geräumt. Der Polizei zufolge können sich werktags bis zu 20.000 Menschen auf dem Campus aufhalten.

Betroffen waren laut Polizei mehrere tausend Menschen, die sich "vorbildlich, geordnet und ruhig" zu den auch für derartige Situationen eingerichteten Sammelplätzen begeben hatten.


Keine gefährlichen Gegenstände gefunden

Nach intensiven Überprüfungen vor Ort, bei denen unter anderem auch Diensthundeführer mit Sprengstoffhunden zum Einsatz kamen, konnte die unterfränkische Polizei gegen 12.40 Uhr Entwarnung geben. "Wir haben keine gefährlichen Gegenstände aufgefunden", twitterte die Polizei.

Alle Studenten und Mitarbeiter konnten in die Gebäude zurückkehren. Nach Auskunft der Uni Würzburg konnte der Uni-Betrieb am Nachmittag regulär weitergehen. Prüfungen und Vorlesungen, die aufgrund des Polizeieinsatzes unterbrochen werden mussten, sollen zeitnah wiederholt werden.

Bereits eine halbe Stunde vor der endgültigen Entwarnung hatte die Polizei zumindest teilweise Entwarnung geben können und die Menschen vor Ort über Lautsprecher-Durchsagen informiert.


Polizei: "Behindert nicht unsere Einsatzkräfte"

Zuvor hatten die Einsatzkräfte über soziale Netzwerke die Bevölkerung aufgefordert, sich nicht aus Neugierde zu dem Uni-Gelände zu begeben. "Bitte behindert nicht unsere Einsatzkräfte", twitterte die Polizei.

Wer für die Bombendrohung verantwortlich ist, steht derzeit noch nicht fest. Die polizeilichen Ermittlungen zur Identität des Verursachers dauern an.

Das Polizeipräsidium Unterfranken stand während des Einsatzes in ständigem, engem Kontakt mit der Leitung der Uni Würzburg. Polizei und Uni lobten im Nachgang des Einsatzes alle Studenten und Mitarbeiter für ihr besonnenes Verhalten.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.