Würzburg
Landesgartenschau

Bittere Bilanz in Würzburg: Landesgartenschau endet mit Millionen-Defizit

Deutlich weniger Besucher als erwartet pilgerten zur Landesgartenschau nach Würzburg. Das reißt ein Loch in den Haushalt der Stadt.
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Besucher liegen auf Sitzkissen auf der Landesgartenschau Würzburg 2018. Foto: Timm Schamberger/dpa
Besucher liegen auf Sitzkissen auf der Landesgartenschau Würzburg 2018. Foto: Timm Schamberger/dpa

Bittere Bilanz für die Stadt Würzburg nach der Landesgartenschau: Nachdem nur um die 700.000 statt der erwarteten eine Million Besucher gekommen waren, droht der Stadt jetzt ein Defizit von mehr als fünf Millionen Euro. Das geht aus dem "Durchführungshaushalt" der Landesgartenschau-Gesellschaft hervor, der an diesem Donnerstag im Hauptausschuss des Würzburger Stadtrates beraten werden soll.

Den Ausgaben von insgesamt 13,1 Millionen Euro stehen Einnahmen von 8,1 Millionen Euro gegenüber. Die Unterdeckung betrage also fünf Millionen Euro plus 1,7 Millionen Euro für Personalkosten der Stadt Würzburg.

Bisher stets die Kosten gedeckt

Ursprünglich sollte die Landesgartenschau Würzburg mit einer "Roten Null" abgeschlossen werden - so wie das bei Landesgartenschauen in Bayern üblich ist. Bei allen bisher stattgefundenen Schauen konnten die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt werden, berichtet etwa der Bayerische Rundfunk (BR). In der Sitzungsvorlage für den Stadtrat steht, dass die Stadt neben den Personalkosten von 1,7 Millionen Euro nur ein Defizitrisiko von rund 800.000 Euro abdecken sollte. Davon ist der Durchführungshaushalt nun weit entfernt. Wie hoch das Defizit am Ende tatsächlich sein wird, steht wohl erst Mitte 2019 fest, hieß es.

Ursächlich für das Defizit seien die ausgebliebenen Besucher. Dafür wiederum machen die Gartenschau-Verantwortlichen das Wetter, also die hohen Temperaturen und die Trockenheit verantwortlich. Zudem habe man deshalb rund 100.000 Euro mehr für Gießwasser ausgeben müssen als geplant. Auch Nachbesserungen an der Gartenschau, die von Anfang an vor allem im Internet teils massiver Kritik ausgesetzt war, wie etwa die Anschaffung einer Besucherbahn schlagen mit 250.000 Euro zusätzlichen Ausgaben zu Buche. Die Bahn wurde angeschafft, um den Besuch vor allem für altere Gäste attraktiver zu machen.

Die Landesgartenschau 2018 stand unter dem Motto "Wo die Ideen wachsen". Die nächste und dann bereits 20. Landesgartenschau wird in Ingolstadt stattfinden.



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