Würzburg

A3: Raser überholt Zivilstreife mit 142 km/h bei erlaubten 60 km/h - Polizei ärgert sich auf Facebook

Baustelle, Tunnel, da muss man vorsichtig fahren - und langsam. Daran hat sich ein Fahrer vor dem Würzburger Katzenbergtunnel nicht halten wollen. Blöd nur, dass auch eine Zivilstreife unterwegs war. Die Eile kommt ihm nun teuer zu stehen.
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Eine Mutter mit fast zwei Promille ist am Freitag in eine Verkehrskontrolle geraten. Symbolfoto: mare kbidzinski/Adobe Stock
Eine Mutter mit fast zwei Promille ist am Freitag in eine Verkehrskontrolle geraten. Symbolfoto: mare kbidzinski/Adobe Stock

"Wir haben keinerlei Verständnis" schreibt die Polizei Unterfranken auf Facebook. Dabei versuchen die Freunde und Helfer in Blau stets möglichst viel Verständnis aufzubringen. Kurz vor dem Katzenbergtunnel in der Nähe von Würzburg muss also Schwerwiegendes vorgefallen sein.

Was war da los? Vor allem war eine Zivilstreife los. Die Beamten fuhren mit den vorgeschriebenen 60 Kilometern pro Stunde durch den Tunnel. Da rauschte auf einmal ein Auto an ihnen vorbei - und das nicht nur schnell, sondern ziemlich schnell.

Raser auf A3: Mit 142 statt 60 km/h

Statt der vorgeschriebenen 60 km/h hatte der Raser satte 142 Sachen drauf. Er fuhr also mehr als doppelt so schnell als erlaubt. Vielleicht hatte er tatsächlich den Verkehr im Blick und seinen Wagen im Griff, möglich, aber die Zivilstreife hatte er nicht auf dem Schirm.

Die war, so machte die Polizei noch etwas Werbung für ihre Technik am Puls der Zeit, "mit modernster Video-Messtechnik zur Verfolgung von Geschwindigkeitsverstößen ausgestattet". Zum Glück ist nichts weiter passiert, als dass der Raser nun tief in die Tasche greifen und die nächsten Wege per pedes, Rad oder ÖPNV zurücklegen muss.

Bleifuß auf A3 muss erstmal sein Auto stehen lassen

1200 Euro muss der Fahrer für seinen Bleifuß zahlen. Zwei Punkte kriegt er in Flensburg und sein Auto darf er drei Monate lang nur noch waschen, lackieren und angucken. So lange geht keine weitere Gefahr mehr von dem Raser aus.

Daher nämlich das Unverständnis der Polizei. In dem Facebook-Post heißt es: "Noch dazu, da Geschwindigkeit weiterhin die häufigste Ursache bei tödlichen Unfällen ist." Der geschnappte Fahrer muss die Sache also erstmal ruhig angehen lassen, weil: Mit Anfahren ist erstmal nichts mehr.

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