Würzburg
Urteil

Zwölf Jahre Haft nach tödlichem Messerstich gegen Nachbarn

Zu zwölf Jahren Haft hat das Landgericht Würzburg einen Mann verurteilt, der seinen Nachbarn erstochen hat. "Die Kammer hat keinen Zweifel, dass Sie Ihren Nachbarn vorsätzlich mit einem Messer getötet haben", sagte der Vorsitzende Richter.
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Justiz Gesetze- Symbolfoto: Christopher Schulz
Justiz Gesetze- Symbolfoto: Christopher Schulz
Blut- und DNA-Spuren des Opfers seien an der Hose und der Schläfe des 46-Jährigen gefunden worden. "Ein Sekundärtransfer dieser Spuren ist für das Gericht nicht ansatzweise erkennbar und nachvollziehbar."

Heimtücke habe dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden können, sagte Richter Burkhard Pöpperl am Mittwoch. Die Kammer sei deshalb der Forderung der Anklage nach einer Verurteilung wegen Mordes nicht gefolgt, sondern habe auf Totschlag erkannt. Der 76 Jahre alte Nachbar war im September 2013 beim Schneiden einer Hecke getötet worden. Dem tödlichen Stich gingen jahrelange Streitigkeiten um Kleinigkeiten wie illegal entsorgten Grünschnitt, falsch abgestellte Mülltonnen und Hundegebell voraus.

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