Würzburg
Betrugsversuche

Wechselfallenbetrüger scheitert in Würzburg gleich dreimal

Einem sogenannten Wechselfallenbetrüger ist die Polizei am Montag auf die Schliche gekommen, der sich Wechselgeld ergaunern wollte. Mit diesem Ziel versuchte der 49-Jährige am Montag gleich drei Mal Verkäuferinnen in Würzburg durch verschiedene Ablenkungsmanöver zu verwirren.
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Symbolfoto: Markus Führer
Symbolfoto: Markus Führer
In Würzburg war am Montagnachmittag ein sogenannter Wechselfallenbetrüger unterwegs, der gleich drei Mal Verkäuferinnen um ihr Wechselgeld bringen wollte. Dafür hatte er sich im Vorfeld offenbar einen groben Plan ausgedacht.


Versuch Nummer 1

Begonnen hatte der 49-jährige Mann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis gegen 14:45 Uhr in einem Geschäft in der Eichhornstraße . Dort kaufte er für knapp acht Euro Pflanzen. Die eigentliche "Wechselfallenbetrügerei" versuchte er aber an der Kasse. Dort zückte er einen Zehn-Euro-Schein, um zu bezahlen. Gleichzeitig bat er die Verkäuferin, ihm einen 50-Euro-Schein zu wechseln. Simultan redete er auf die Kassiererin ein, um sie komplett aus dem Konzept zu bringen. Damit erhoffte er sich wohl, dass sie nicht merkt, wie er den Zehn-Euro-Schein wieder einsteckte. Die gewiefte Verkäuferin hatte so ein Szenario wohl schon geahnt und deshalb das Wechseln des Fünfzigers von vornherein abgelehnt.


Versuch Nummer 2

Von dieser ersten Schlappe ließ sich der 49-Jährige aber nicht entmutigen und versuchte sein Glück in einem Geschäft nebenan. Hier entschied er sich für eine Geldbörse, die er an der Kasse mit einem 50-Euro-Schein bezahlen wollte. Wie die Polizei mitteilt, verwickelte der Mann auch hier die Verkäuferin in "intensive Gespräche", um sie abzulenken. Und erneut führte sein Plan nicht zum gewünschten Ergebnis.


Versuch Nummer 3

Aller guten Dinge sind drei, dachte sich wohl der Betrüger. Aber auch aus einem Kaufhaus in der Eichornstraße kam der 49-Jährige ohne zusätzlich ergaunertes Geld wieder heraus.

In der Nähe der Alten Mainbrücke nahmen Polizisten den Mann schließlich vorläufig fest. Und offenbar hatte der Wechselfallenbetrüger auch noch was anderes am Montag vor. Denn als die Beamten den Baden-Würtemberger durchsuchten, fanden sie einen Teleskopschlagstock - eine in Deutschland verbotene Waffe. Der 49-Jährige musste die Polizisten auf die Wache begleiten, schwieg jedoch zu seinen Beschuldigungen.

Zwar wurde er mittlerweile frei gelassen, jedoch wird gegen ihn wird nun wegen versuchten Betrugs und unrechtmäßigen Waffenbesitzes ermittelt.

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