Würzburg
Betrugsversuche

Telefontrick mehrfach gescheitert

Betrüger haben in Würzburg einige Male versucht, per Telefonmasche Geld von älteren Menschen zu erschleichen.
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Foto: Hänseler
Foto: Hänseler
Unbekannte haben am Mittwochmittag versucht, mit der Enkeltrickmasche von älteren Leuten Geld zu bekommen. Bankangestellte konnten verhindern, dass zwei Angerufene hohe Geldsummen vom Konto abhoben und den Tätern übergaben. Mindestens acht Betrugsversuche sind der Kripo Würzburg aus verschiedenen Stadtteilen bekannt.

Die Reihe von Anrufen begann gegen 11 Uhr in der Zellerau. Ein angeblicher Verwandter wollte 20.000 Euro für den Erwerb einer Eigentumswohnung ergaunern, blitzte jedoch an der 82-jährigen Angerufenen ab.

Kurz darauf schlug der Versuch fehl, bei einer 80-Jährigen aus Rottenbauer Geld für eine Eigentumswohnung zu entlocken. Ebenso bei einer 79-Jährigen etwas später in der Sanderau sowie bei einer 84-Jährigen, wieder in der Zellerau.
Hier wurde angeblich Geld bei einer Auktion benötigt.

Einer aufmerksamen Bankangestellten ist es zu verdanken, dass ein 85-Jähriger aus der Innenstadt nicht 30.000 Euro von seinem Konto abhob und einem Unbekannten übergab. Dem Mann war vorgegaukelt worden, eine Verwandte bräuchte dringend Geld für einen Hauskauf. Doch die Angestellte in der Bank wurde misstrauisch und informierte die Polizei. Es kam zu keiner Geldübergabe.

Gegen 13.30 Uhr geriet eine weibliche Betrügerin an eine 75-Jährige in der Zellerau, die nicht glauben wollte, dass ihre Enkelin am Telefon sei, weil ihr so ein Anruf bereits vor über einem Jahr vorgekommen ist. Die Rückfrage bei der echten Enkelin bestätigte den Verdacht der Seniorin.

Auch ein 84-Jähriger aus der Zellerau fiel etwa zur selben Zeit nicht auf eine angebliche Nichte herein, die sich 25.000 Euro für eine Immobilie wünschte. Der Mann sprach seine "Nichte" auf die Masche an, was zu einem raschen Gesprächsende führte.

Letztlich wurde die Polizei noch von einer weiteren Bankangestellten verständigt, dass ein 84-Jähriger aus dem Frauenland gerade 18.000 Euro für eine Großnichte für den Kauf einer Eigentumswohnung abheben wollte. Auch dieses Geld konnte schließlich bewahrt werden.

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