Würzburg
Diebstahl

Polizei verhaftet Trio für 45 Diebstähle in Wohnmobilen an der A3

Drei Diebe haben seit Sommer insgesamt 45 Mal in Wohnmobilen entlang der A3 zugeschlagen und dabei rund 60.000 Euro erbeutet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolfoto: Christopher Schulz
Symbolfoto: Christopher Schulz

Seit Juni häuften sich Diebstähle entlang der A3. Ziele waren dabei vor allem Wohnmobile und Wohnwagen. Weil die Opfer zur Tatzeit häufig selbst noch in den Mobilen schliefen und anschließend über Kopfschmerzen und Übelkeit klagten, geht die Polizei von einer Betäubung der Insassen aus. In drei Fällen gibt es nun schon Anhaltspunkte für den Einsatz von Chloroform.

Ende August konnte die Polizei dann drei Tatverdächtige festnehmen, die sich bis heute in Untersuchungshaft befinden. Inzwischen sind die Ermittlungen des Einsatzkommandos "WoMo" in Zusammenarbeit mit der Würzburger Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Laut Polizeiangaben werden dem Trio jetzt insgesamt 45 Taten im ganzen Bundesgebiet vorgeworfen.

Die unterfränkische Polizei hatte seit August umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Neben der Verteilung von Flyern an Rastanlagen überwachten die Ermittler gezielt Rastplätze entlang der Autobahn 3. Dabei bemerkten die Beamten in der Nacht zum 21. August gegen 04.00 Uhr Unbekannte, die sich an einem Wohnmobil zu schaffen machten. Das Wohnmobil stand im Bereich der Tankstelle der Rastanlage Haidt-Süd im Landkreis Kitzingen.

Unverzüglich leiteten die Ermittler eine Großfahndung nach den sofort flüchtenden Tätern ein, die einige Stunden später am Bahnhof Kitzingen von Erfolg gekrönt war. Bei einem 18 und zwei 42-jährigen dringend Tatverdächtigen klickten die Handschellen. Seitdem sitzt das Trio in Untersuchungshaft.

Neben den Taten in Bayern geht es auch um Fälle im benachbarten Hessen, in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg - insbesondere entlang der Autobahnen A3, aber auch an der A8 und A9. In enger Abstimmung mit der Würzburger Staatsanwaltschaft ermittelt die Polizei nun wegen 42 Fällen des schweren Bandendiebstahls, in drei Raubstraftaten und vier Fällen des Computerbetrugs. Der Polizei zufolge beläuft sich die erbeutete Summe auf ungefähr 60000 Euro, der entstandene Sachschaden auf rund 15000 Euro.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren