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Eibelstadt
Alkohol

Polizei: Wirkung von Alkohol immer noch unterschätzt

Bei einer Verkehrskontrolle am Donnerstagmorgen haben Beamte Alkoholgeruch bei einer Autofahrerin festgestellt. Ein zweiter Test zeigte einen Wert knapp unter der gesetzlichen 0,5 Promillegrenze. Die Polizei warnt: Wirkung von Alkohol wird immer noch unterschätzt.
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Symbolbild: Uli Deck/dpa
Symbolbild: Uli Deck/dpa
Bei einer Verkehrskontrolle haben Beamte der Polizeiinspektion Ochsenfurt am Donnerstagmorgen Alkoholgeruch bei einer Autofahrerin festgestellt. Das Ergebnis des anschließenden Alkotests ist eindeutig. Die Frau hat die 0,5-Promille-Grenze überschritten. Sie erwartet nun ein empfindliches Bußgeld.

Gegen 09.30 Uhr hielten die Polizisten den Pkw der Frau an, um diesen einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Schon während des ersten Gesprächs fiel dem kontrollierenden Beamten auf, dass die Frau nach Alkohol roch. Darauf angesprochen, erklärte sich die Fahrzeugführerin bereit, einen Test an einem tragbaren Atemalkoholmessgerät durchzuführen. Das Ergebnis lag deutlich über der Grenze von 0,5 Promille.

Im weiteren Verlauf begleitete die Autofahrerin die Beamten mit zur Polizeiinspektion Ochsenfurt.
Dort wurde ein weiterer Atemalkoholtest durchgeführt, dieses mal an einem speziellen Gerät, das gerichtsverwertbare Ergebnisse liefert. Hierdurch konnte der Fahrerin eine Blutentnahme erspart werden.

Das Ergebnis des zweiten Tests fiel etwas geringer aus. Die gesetzliche 0,5-Promille-Grenze blieb aber überschritten. Da es sich bei einem Wert in diesem Promillebereich noch um eine Ordnungswidrigkeit handelt, kommt die Verkehrsteilnehmerin mit einem Bußgeld davon.

Ergänzende Anmerkung:

Die Wirkung von Alkohol und dessen rasanter Übergang ins Blut werden immer noch von vielen Menschen unterschätzt. Die untere Grenze von 0,5 Promille ist häufig schon nach dem zweiten Glas Bier erreicht und zusätzlich aber noch Abhängig von Geschlecht, gesundheitlichem Zustand, Nahrungsaufnahme und anderen Faktoren.

Am häufigsten unterschätzt werden die Nachwirkungen eines geselligen Abends. Auch wenn sich die Menschen am nächsten Morgen wieder nüchtern fühlen, können nach wie vor bedenkliche Alkoholkonzentrationen im Blut vorhanden sein. Die Fahrtüchtigkeit ist dann nicht selten noch deutlich beeinträchtigt, die gesetzlichen Grenzwerte können überschritten sein.

Bereits ab einem Blutalkoholwert von 0,3 Promille muss der Verkehrsteilnehmer mit massiven rechtlichen Konsequenzen rechnen. Stellt die Feststellung eines solchen Wertes alleine zunächst noch kein strafwürdiges Verhalten des Fahrzeugführers dar, so sieht das wieder ganz anders aus, wenn es mit diesem Alkoholgehalt im Körper zu auffälligen Fahrweisen oder gar einen Unfall kommt.

Hier kann sich der Betroffene schnell einer Anklage wegen Trunkenheit im Verkehr oder gar einer Straßenverkehrsgefährdung gegenüber sehen, obwohl vermeintlich wenig Alkohol im Blut festgestellt wurde Auf "Nummer sicher" geht man also nur, wenn man mit 0,0 Promille unterwegs ist.

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