Würzburg
Prozess

Mord wegen lauten Schnarchens? Psychatriepatient in Würzburg vor Gericht

Ein 28-Jähriger soll seinen Zimmernachbar erstickt haben, weil dieser zu laut schnarchte. Am Dienstag begann der Mordprozess am Landgericht Würzburg.
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Symbolfoto: Christopher Schluz
Symbolfoto: Christopher Schluz
Weil sein Zimmernachbar zu laut schnarchte, soll ein Psychiatriepatient den Mann umgebracht haben. Am Dienstag begann der Mordprozess gegen den 28-Jährigen vor dem Landgericht Würzburg.


Der Beschuldigte schweigt

Die Anklage wirft ihm vor, das Opfer mit einer Bettdecke erstickt zu haben. Der Beschuldigte schwieg zu den Vorwürfen.

Wie der Staatsanwalt ausführte, soll sich der Mann im März 2014 im Bezirkskrankenhaus Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) auf den 78-jährigen Mann im Bett nebenan geworfen haben, der schlief und schnarchte.

Er drückte ihm dessen Bettdecke auf Mund und Nase, so dass er erstickte. Danach rauchte der 28-Jährige zunächst eine Zigarette und bemerkte dann lapidar beim Pfleger, dieser solle mal nachschauen, er höre den 78-Jährigen nicht mehr schnaufen.


28-Jährige ist schuldunfähig

Da die Staatsanwaltschaft den 28-Jährigen wegen seiner psychischen Erkrankung für schuldunfähig hält, ist ihr Ziel eine erneute Unterbringung in der Psychiatrie. Da ein Gericht ihn aber zuvor eingewiesen hatte, damals wegen Brandstiftung, würde sich dadurch an seiner Situation nichts ändern. Das Urteil wird am Montag erwartet.

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