Zellingen
Karlstadt

Main-Spessart: Polizei erschießt entlaufenen Bullen

Die Polizei hat in Zellingen bei Karlstadt in Unterfranken einen entflohenen Bullen erschossen.
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Ein Bulle versuchte vor dem Schlachter zu flüchten. Foto: Symbolfoto/privat
Ein Bulle versuchte vor dem Schlachter zu flüchten. Foto: Symbolfoto/privat
Einen Bullen, der einem Schlachter in Zellingen entflohen war, musste die Polizei am Freitagmittag mit der Schusswaffe am Ortseingang Karlstadt stoppen. Das Tier hatte laut Polizei zuvor Verkehrsteilnehmer und Menschen im Bereich der B27 gefährdet.

Gegen 11.40 Uhr war es dem zur Schlachtung vorgesehenen, 350 Kilogramm schweren Zebu-Bullen gelungen, von einem Betriebsgelände in Zellingen zu fliehen. Er gelangte westwärts durch das Ortsgebiet auf die B27 und lief an der Bundesstraße entlang in Richtung Karlstadt. Bei einem kurzen Abstecher in die Weinberge auf Höhe Himmelstadt zeigte er sich gegenüber ersten Polizeikräften hoch aggressiv und ging zielgerichtet auf Personen zu, verletzte jedoch niemanden.

Im weiteren Verlauf kehrte das Tier wieder auf die Bundesstraße zurück, welche zwischenzeitlich von der Polizei zwischen Himmelstadt und Karlstadt gesperrt worden war. Auf dem weiteren Weg Richtung Karlstadt gelang es einem Polizeibeamten ohne Gefährdung von Personen mehrere Schüsse aus der Maschinenpistole auf den Bullen abzugeben. Trotz der daraus resultierenden Verletzungen lief das Tier weiter in Richtung Karlstadt. Beim Vorbeilaufen an wartenden Fahrzeugen beschädigte der Bulle auch einen Pkw.

Um eine Gefährdung für Passanten und Verkehrsteilnehmer auszuschließen, stoppte eine Polizeistreife schließlich die Flucht des Bullen, indem sie ihn kurz vor dem Ortseingang Karlstadt von der Straße abdrängte. Neben der Straße wurde das verletzte Tier schließlich von Polizeibeamten mit Beteiligung eines hinzugezogenen Metzgers getötet. Der Streifenwagen wurde bei der Abdrängaktion beschädigt, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Am Einsatz waren Beamte der Polizeiinspektionen Karlstadt und Würzburg-Land sowie der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg beteiligt.


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